Räume des Ausschlusses. Frankfurter Humangeograph hielt Vortrag in der Litauischen Nationalbibliothek

Die Wilnaer Außenstelle des DHI organisierte am 8. Oktober 2018 im Rahmen des Workshops „Laboratories of Modernity“ einen öffentlichen Vortrag von Prof. Bernd Belina von der Goethe-Universität Frankfurt/Main über räumlische Praktiken des sozialen Ausschlusses. In diesem führte er in die Unterscheidung zwischen privaten und öffentlichen Räumen ein und zeigte auf, wie diese Grenze etwa im Fall von Einkaufszentren zunehmend verwischt. In seiner Kritik an der gezielten Ausgrenzung von bestimmten Kategorien von Menschen aus öffentlichen Räumen durch ihre aktive Kriminalisierung verwies Belina auf Beispiele aus den USA, aber auch aus Frankfurt/Main. In der Diskussion griffen einige der über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern seine Thesen auf und übertrugen sie auf die litauische Hauptstadt. Dabei wurde deutlich, dass hier zwar ebenfalls Prozesse gibt, die als Gentrifizierung beschrieben werden können, aber eine öffentliche Diskussion über den Ausschluss ganzer Gruppen durch ihre Kriminalisierung kaum geführt wird.

15
Nov
Podiumsdiskussion
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