
Historische Forschung in Deutschland
Das AdsD sammelt Quellen aller Art zur Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung, ihrer Organisationen, Parteien, Gewerkschaften und Vertreter. Für die Erforschung der deutschen Zeit- und Sozialgeschichte sind die Quellenbestände des AdsD unverzichtbar. Das AdsD steht in der Tradition des ehemaligen Parteiarchivs der SPD, ist aufgrund historischer Ereignisse aber nicht mit diesem identisch. Sammelschwerpunkte ergeben sich aus der Tradition des alten SPD-Archivs, auch die Akten der Sozialdemokratischen Partei in der DDR (SDP/SPD) befinden sich im AdsD. Weitere Sammelschwerpunkte bilden Akten der Gewerkschaftsbewegung und der Nachlässe und Deposita von Persönlichkeiten der Sozialdemokratie, der Arbeiter- und der Gewerkschaftsbewegung insgesamt. Hinzu kommen Registraturen aus dem Umfeld der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung sowie Dokumente neuerer sozialer und emanzipatorischer Bewegungen wie Friedensbewegung, Umweltbewegung, Frauenbewegung und Europabewegung.
Neben den Schriftgutbeständen betreut das AdsD auch eine reichhaltige audio-visuelle Sammlung.
Die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung ist heute eine der weltweit größten wissenschaftlichen Spezialbibliotheken mit den Sammelschwerpunkten Geschichte und Gegenwart der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung, deutsche und internationale Sozial- und Zeitgeschichte, Veröffentlichungen von Parteien und Gewerkschaften. Sie umfasst auch die Bestände der Bibliothek des Karl-Marx-Hauses in Trier mit den Sammelschwerpunkten Schriften von und über Marx und Engels, Schriften der Zeitgenossen von Marx und Engels, Geschichte des Sozialismus im 19. und 20. Jahrhundert, Geschichte der Philosophie und Ökonomie und Geschichte des Kommunismus.
Das Archiv des Liberalismus sammelt und erschließt Aktenmaterial, Druckschriften, Plakate und andere Werbemittel, Fotos, Filme und Videos mit Bezug zum organisierten Liberalismus seit 1945. Einige wenige Einzelbestände datieren bis in die Weimarer Republik und in das 19. Jh. zurück. Den Kern des Archivs bildet das seit 1949 bestehende Archiv der Freien Demokratischen Partei (FDP), das 1968 von der Friedrich-Naumann-Stiftung übernommen wurde. Weiterhin umfassen die Bestände das Zentralarchiv der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands (LDPD) der DDR, sowie Unterlagen der der European Liberal, Democrat and Reform Party (ELDR), der Friedrich- Naumann-Stiftung, verschiedener liberaler Jugendorganisationen, der Liberalen Internationalen und Nachlässe liberaler Persönlichkeiten. Die dem Archiv angegliederte Präsenzbibliothek sammelt Literatur zur Philosophie, Geschichte und Politik des Liberalismus sowie zur Geschichte und Zeitgeschichte.
Das ACSP versteht sich als zentrale Institution für das Archivgut der Christlich-Sozialen Union, ihrer Untergliederungen, Arbeitsgemeinschaften, Arbeitskreise, Gremien, und parlamentarischen Fraktionen, sowie der ihr nahestehenden Institutionen und führenden Repräsentanten. Die umfangreichen Bestände des ACSP stellen für die Geschichte der CSU, für die Nachkriegsgeschichte Bayerns und der Bundesrepublik Deutschland einschlägiges Archivgut dar. Umfangreiche Sammlungen ergänzen die Bestände. Diese reichen in der Regel bis ins Jahr 1945, in Einzelfällen jedoch bis in die Zeit der Weimarer Republik zurück. Die dem Archiv angeschlossene Präsenzbibliothek umfasst Publikationen aus Politik und Politikwissenschaft, Geschichte und Zeitgeschichte sowie den angrenzenden Staats-, Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Die Schwerpunkte der Sammlung liegen in den Bereichen der Zeitgeschichte, der politischen Bildung, des Parlamentarismus und der politischen Parteien und Bewegungen.
Das Archiv sammelt und erschließt die Quellen zur Geschichte der Neuen Sozialen Bewegungen und der Partei Bündnis 90/Die Grünen und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Die Bestände umfassen Altakten aus den Vorständen und Geschäftsstellen der Partei und ihren Fraktionen auf Europa-, Bundes- und Länderebene. Weitere Bestände bilden Archivalien aus Organisationen, Verbänden und Initiativen der Neuen Sozialen Bewegungen. Zudem verfügt das Archiv über eine Präsenzbibliothek und Sammlungen von Plakaten, Ton- und Bilddokumenten. Die Bibliothek des Archivs dient der Dokumentation aller Veröffentlichungen von Bündnis 90/Die Grünen unter Einschluss der Veröffentlichungen bündnisgrüner Autorinnen und Autoren.
Das ACDP dokumentiert und erforscht die geschichtliche Entwicklung der Christlichen Demokratie. Es sammelt das Archivgut der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands (CDU), Akten und andere Zeugnisse der christlichen Vorläuferparteien sowie jener Parteien, die in der Union aufgegangen sind. Seit der Übernahme von Archiv und Bibliothek der Ost-CDU 1990 ist das ACDP auch für die Erforschung der DDR-Geschichte von Bedeutung. Zudem wird das Schriftgut der internationalen und besonders der europäischen Zusammenschlüsse christlich-demokratischer Parteien archiviert. Die Bestände des Historischen Archivs umfassen Akten, Fotos, Plakate, Tonträger und Filme. Die Dokumentation erschließt Nachrichten und Kommentare aus Presse und Fernsehen sowie Veröffentlichungen der staatlichen Organisationen, der Parteien, Verbände, Kirchen und anderer gesellschaftlicher Institutionen. Die wissenschaftliche Spezialbibliothek bietet Literatur zu Politik und Zeitgeschichte.
Die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus wurde im Rhöndorfer Haus des Gründungskanzlers der Bundesrepublik Deutschland errichtet. Von Anfang an waren der schriftliche Nachlass und das Archiv Konrad Adenauers einbezogen. Die Bestände umfassen dienstliche und privat-politische Unterlagen sowie Bilder aus dem Zeitraum 1917-1967. Inzwischen können die meisten Unterlagen nach einer archivrechtlichen Prüfung interessierten Personen zur Einsicht vorgelegt werden. Bestimmte Bestände bedürfen verlangen vor Einsicht der Zustimmung der Familie Adenauer. Weitere Dokumente sind im Historischen Archiv der Stadt Köln und im Geheimen Staatsarchiv preußischer Kulturbesitz aufbewahrt.
Das ADS sammelt und erschließt die Quellen zur Entwicklung der Partei DIE LINKE und ihrer beiden Vorgängerorganisationen, der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) und der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG), und macht diese für die Forschung zugänglich. Zusätzlich übernimmt das Archiv Nachlässe und Deposita. Sammlungen von Fotos, Plakaten, Flugblättern, Filmen, Videos, Tonaufnahmen, Zeitungsausschnitten und gegenständlichen Quellen ergänzen die Schriftgutbestände. Die Sammlungen werden laufend ergänzt. Im Archiv befindet sich auch das Stiftungsarchiv der Rosa-Luxemburg-Stiftung, das die Tätigkeit der Stiftung dokumentiert. Dem Archiv angeschlossen ist eine Präsenzbibliothek.
