
Joachim-Lelewel-Gespräche
Der Diskussion aktuell umstrittener Fragen der polnischen Geschichte in ihrem europäischen Kontext dienen die Joachim-Lelewel-Gespräche des Deutschen Historischen Instituts. Sie führen jeweils Vertreter aus der polnischen, ost- und westeuropäischen bzw. internationalen Geschichtswissenschaft zu einer kontroversen Debatte zusammen, an der sich auch das Publikum aktiv beteiligt. Anliegen ist es, nicht nur gegensätzliche, sich wechselseitig nicht selten ausschließende Thesen und Ansichten miteinander zu konfrontieren, sondern auch verschiedene geschichtswissenschaftliche Milieus in einen intensiven Austausch zu verwickeln. Damit wird sowohl eine Weiterentwicklung des jeweils erörterten Problems als auch eine Öffnung für unterschiedliche methodische Herangehensweisen gefördert.

Benannt ist das Forum nach dem „Gründervater“ der polnischen Geschichtswissenschaft, dem 1786 in Warschau geborenen, 1861 in Paris gestorbenen Universalhistoriker und Politiker Joachim Lelewel, dessen historiographische Arbeiten gleichermaßen auf die polnische Geschichte wie deren transnationale europäische Bezüge verweisen, um die es in den Joachim-Lelewel-Gesprächen geht.
