Historische Forschung in Polen


Sonstige Archive


Archiv der Akademie der Schönen Künste Krakau
Archiv der Akademie der Schönen Künste Krakau

Das Archiv entstand mit der Gründung der Krakauer Schule der Schönen Künste im Jahr 1873. Als wissenschaftliche Forschungseinrichtung hat es solche die Sammlung, Sicherung und Aufbereitung von Materialien zur Tätigkeit der Akademie und ihrer Vorgängerinstitutionen zur Aufgabe, die Bereitstellung von Dokumenten für Forschungszwecke sowie deren Edition bzw. Publikation.

Archiv der Akademie der Schönen Künste Warschau
Archiv der Akademie der Schönen Künste Warschau

Den Archivbestand bilden Dokumente, Fotografien sowie Film- und Tonaufnahmen aus der Tätigkeit der Akademie seit ihrer Gründung 1904, des weiteren Nachlässe von Privatpersonen mit amtlicher und privater Korrespondenz, Zeitungsmeldungen, Ausstellungskatalogen, Fotografen und Auszeichnungen. Zum Bestand gehören auch die Materialien der Krakauer Städtischen Schule für Malerei und Kunsthandwerk.

Archiv der Aleksander-Zelwerowicz-Theaterakademie Warschau – Geschichtswerkstatt Theaterschulwesen
Archiv der Aleksander-Zelwerowicz-Theaterakademie Warschau – Geschichtswerkstatt Theaterschulwesen

Die Geschichtswerkstatt des Theaterschulwesens wurde 1982 gegründet. Die Bestände bilden Materialien und Dokumente aus der Tätigkeit der Akademie sowie Schenkungen und Ankäufe. Sammlungsschwerpunkte sind die Geschichte der Schauspielerausbildung und des Theaters unter besonderer Berücksichtigung des Lehrkörpers und der Absolventen der Akademie und ihrer Vorläuferinstitutionen.

Archiv der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) Warschau
Archiv der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) Warschau

Die Sammlung besteht aus drei Abteilungen, Abteilung I umfasst Akten von wissenschaftlichen Institutionen und Körperschaften. Abteilung II umfasst Akten aus den verschiedenen Einrichtungen und Abteilungen der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Abteilung III umfasst Nachlässe polnischer Wissenschaftler. Dabei handelt sich um Materialien aus privater Herkunft. Weiterhin gehören Fotografien und Medaillen, Dokumente zur Geschichte der Universität Wilnius etc. zum Bestand des Archivs.

Archiv der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) – Zweigstelle Posen
Archiv der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) – Zweigstelle Posen

Die Posener Zweigstelle des Archivs der PAN wurde 1956 mit dem Ziel der Sammlung, Bearbeitung und Erschließung von Quellenmaterialien zur Geschichte der polnischen Wissenschaft unter besonderer Berücksichtigung des Gebietes Großpolen eröffnet. Vorrangig war zunächst die die Erstellung einer Übersicht wissenschaftlicher Quellen, die sich in den Beständen von Archive, Bibliotheken und Museen in Großpolen sowie in Privatsammlungen.  Befanden. Der Bestand ist in 159 Forschungsgruppen unterteilt, davon sind 16 Gruppen institutioneller Herkunft sind (Akten der Polnischen Akademie der Wissenschaften) und 143 privater Herkunft, vor allem Nachlässe von Wissenschaftlern. Die letzteren bilden den wichtigsten und wertvollsten Teil der Bestände.

Archiv der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) – Zweigstelle Kattowitz
Archiv der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) – Zweigstelle Kattowitz

Der Tätigkeitsbereich des Archivs umfasst die Sammlung, Sicherung, Bearbeitung und Bereitstellung der Archivmaterialien sowie die Informations-  und Öffentlichkeitsarbeit. Die Bestände umfassen Dokumente der Polnischen Akademie der Wissenschaften, der Polnischen Historischen Gesellschaft, der Warschauer Wissenschaftlichen Gesellschaft, der Polnischen Wissenschaftskongresse und anderer wissenschaftlicher Einrichtungen, sowie private Sammlungen und Nachlässe polnischer Wissenschaftler.

Archiv der Solidarność und anderer Freiheitsbewegungen des Europäischen Solidarność-Zentrums Danzig
Archiv der Solidarność und anderer Freiheitsbewegungen des Europäischen Solidarność-Zentrums Danzig

Aufgabe des Archivs ist die Sammlung, Aufbereitung und Bereitstellung von Quellen und Dokumenten zum gesellschaftlichen Widerstand in den Jahren 1970-1989, zur Entwicklung und Tätigkeit der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność und der antikommunistischen demokratischen Opposition in Polen und Europa. Der Bestand umfasst Materialien und Zeugnisse Druckerzeugnisse, Plakate und Flugblätter, Banknoten, Kalender, Briefmarken, Umschläge, Zeitungen und Zeitungsartikel, Gegenstände des persönlichen Gebrauchs. Seit 2008 werden die Archivbestände durch Videoaufnahmen von Mitgliedern der Solidarność und anderer Organisationen erweitert; bisher sind 500 Aufzeichnungen entstanden. 

Archiv der Stiftung Deutsch-Polnische Aussöhnung
Archiv der Stiftung Deutsch-Polnische Aussöhnung

Im Archiv der Stiftung befinden sich persönliche Dokumente von über einer Million Menschen, die aufgrund nationalsozialistischer Verfolgung in den Jahren der Tätigkeit der Stiftung in den Jahren 1992-2008 eine humanitäre Finanzleistung beantragt haben. Die Dokumente beinhalten in der Regel eine ausführliche Beschreibung des Einsatzortes und der dort herrschenden Bedingungen, belegt oder ergänzt durch Zeugenberichte, Erklärungen und  Originalen oder Kopien amtlicher Dokumente, teilweise auch Fotografien. Zahlreiche Dokumente in den Anträgen der Leistungsempfänger der Stiftung stammen aus der Zeit des Krieges oder der unmittelbaren Nachkriegszeit. Meist handelt es sich um Bescheinigungen und Beglaubigungen und Dokumente deutscher Institutionen, die die Archivalien dieser Zeit aufbewahren. Dazu gehören u.a. Dokumente des nationalsozialistischen Verwaltungsapparats, von deutschen Betrieben und Arbeitsstätten, die Zwangs- und Sklavenarbeiter verschiedener Nationalitäten eingesetzt haben,  oder die von den Alliierten während des Krieges oder in der Nachkriegszeit ausgestellt wurden. Diese dritte Gruppe von Dokumenten ist die umfangreichste, sie umfasst u.a. Dokumente der Hauptkommission zur Verfolgung von Verbrechen gegen die Polnische Nation am Institut des Nationalen, Dokumente des Internationalen Suchdiensts in Bad Arolsen, Dokumente des Roten Kreuzes - Internationales Komitee oder Landeskomitees, Dokumente aus den Archiven der Staatlichen Museen in den ehemaligen Konzentrationslager, Dokumente des Jüdischen Historischen Instituts, Dokumente aus deutschen, polnischen und weiteren Staats- und Landesarchiven, Zeugenaussagen, Invaliden- und Veteranenbescheinigungen, Ausweise, Bescheide des Amts für Kombattanten sowie Versicherungsnachweise. Darüber hinaus befindet sich in den Antragsdokumenten der Leistungsempfänger weiteres Quellmaterial aus privatem Besitz der NS-Opfer, wie z.B.: Korrespondenz, Tagebücher und andere Erinnerungsstücke, darunter tausende persönliche Berichte, die als Antwort auf die Appelle der Stiftung zugesandt wurden. In Anbetracht der territorialen Reichweite kann das angesammelte Material sowohl europäischer als auch lokal-regionaler Forschung dienen. Es erlaubt sowohl den Verlauf der Nazi-Repressionen in einzelnen Ländern zu erörtern als auch Einblick in das Schicksal der vielen Menschen zu erlangen, die auf dem ganzen besetzten Gebiet des Dritten Reiches verstreut waren. Unter dem lokal-regionalen Aspekt geben sie Informationen über die Verfolgung in den einzelnen Landkreisen, Städten und Dörfern, die oft der Aufmerksamkeit der historischen Forschung entgehen. Für die Erforschung von Kriegsschicksalen verschiedener Gesellschaftsgruppen wie Intelligenz, Bauern- oder Arbeiterschaft kann die Sammlung bietet das Archiv hervorragendes  Quellenmaterial. Für den wissenschaftlichen Gebrauch des Archivmaterials muss eine Einverständniserklärung des Vorstands der Stiftung vorliegen.

Archiv des Krakauer Königsschlosses Wawel
Archiv des Krakauer Königsschlosses Wawel

Das Archiv des Krakauer Königsschlosses sammelt Dokumente, Handschriften und Akten. Im Laufenden Archiv finden sich die Materialien, die aus der Tätigkeit der Institution entstehen; das Wissenschaftliche Archiv umfasst die Bereiche Archäologie, Museum und Technische Zeichnungen.

Archiv des Museums des Warschauer Aufstands
Archiv des Museums des Warschauer Aufstands

Zu den Aufgaben des Archivs gehört die Sammlung, Aufbereitung und Aufbewahrung der Bibliotheks- und Archivbestände, die Erweiterung der Bestände durch Ankauf, Schenkungen sowie nationale und internationale Leihgaben sowie die Führung einer Bibliothek mit öffentlichem Lesesaal. Weiterhin ist das Archiv für die Überprüfung und Vervollständigung des Verzeichnisses der Warschauer Aufständischen zuständig und dokumentiert die Arbeiten an der Mauer des Gedächtnisses.

Archiv des Museums Gross-Rosen in Groß Rosen-Waldenburg
Archiv des Museums Gross-Rosen in Groß Rosen-Waldenburg

Aufgabe de Archivs ist die Sammlung von Dokumenten, Erinnerungsstücken und anderen materiellen Hinterlassenschaften aus dem ehemaligen Konzentrationslager, die Suche nach ehemaligen Häftlingen zur Sammlung von Zeitzeugenberichten, Archivforschungen in Polen, Deutschland, Russland und Israel, sowie die Bereitstellung einzelner Archivbestände für wissenschaftliche Forschungszwecke.

Archiv des Museums KZ Stutthof
Archiv des Museums KZ Stutthof

Das Archiv sammelt und bewahrt Dokumente und Archivalien aus dem ehemaligen KZ Stutthof sowie Materialien, die im Zusammenhang mit den Häftlingen des KZ stehen. In den Beständen finden sich deutsche Originaldokumente aus der Zeit des 2. Weltkriegs, die Korrespondenzen ehemaliger Häftlinge, aber auch Quellenmaterialien aus der Nachkriegszeit, wie Umfragen, Memoiren, Berichte, Zeitzeugenaussagen etc. Sämtliche Archivmaterialien werden für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt

Archiv des Polnischen Fernsehens – Zentrum für Programmdokumentation
Archiv des Polnischen Fernsehens – Zentrum für Programmdokumentation

Das Archiv des Polnischen Fernsehens umfasst Aufnahmen, Presseberichte aus den vergangenen 50 Jahren, Aktenmaterial und andere Dokumente, Musikaufnahmen und eine Bibliothek mit Neuerscheinungen ab 1953. Die Bestände werden Journalisten, Filmregisseuren und Mitarbeitern des Fernsehens, aber auch Schauspielern und Theaterregisseuren zur Verfügung gestellt. Die Bestände umfassen 115.000 Filmrollen, 150.000 Videokassetten und 10.000 digitale Speichermedien. Künstlerische Programme und Kindersendungen umfassen 30.000 Videokassetten. Rund 60% der Bestände machen eigene Produktionen des Polnischen Fernsehens aus. 

Archiv des Polnischen Radios
Archiv des Polnischen Radios

Die Bestände des Archivs reichen bis zur Gründung des Polnischen Radios im Jahr 1925 zurück. Die Sammlungen vor 1939 gingen jedoch im II. Weltkrieg fast vollständig verloren und konnten nur teilweise aus anderen privaten und institutionellen Quellen ersetzt werden. In die Sammlungen gingen auch Materialien aus ehemals deutschem Besitz ein. Damit verfügt das Archiv über einen außergewöhnlich umfangreichen Bestand an Aufnahmen und Aufzeichnungen von der Frühzeit des Radios bis heute, darunter Aufnahmen von Sendungen, Konzertmitschnitte sowie zahlreiche Einspielungen zeitgenössischer polnischer Musik. Zu den wertvollsten Beständen  gehören die Sammlungen des Radio Freies Europa.

Archiv des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau Oświęcim
Archiv des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau Oświęcim

Aufgabe des Archiv ist die Sammlung, Bewahrung und Bereitstellung von Archivmaterialien aus dem KZ Auschwitz-Birkenau sowie teilweise auch aus anderen Konzentrationslager. Die bestände umfassen Originaldokumente aus der Zeit des Nationalsozialismus, Kopien von Dokumenten, die sich in anderen Institution in Polen und weltweit befinden, Quellenmaterial aus der Nachkriegszeit (Erinnerungen, Zeitzeugenberichte, Gerichtsakten etc.) Fotografien, Filmaufnahmen, Abhandlungen, Rezensionen, Drehbücher von Filmen und Ausstellungen sowie Umfragen.

Archiv des Staatlichen Museums Majdanek (APMM)
Archiv des Staatlichen Museums Majdanek (APMM)

Aufgabe des Archivs ist die Sammlung, Aufbewahrung, Sicherung und Bereitstellung von Dokumenten, die das KZ Majdanek und seine Häftlinge betreffen. Die größte Sammlung umfasst die Dokumente der Lagerverwaltung aus der Zeit 1941-1944. Weitere Bestände umfassen Dokumente von Häftlingen, darunter Erinnerungen und Zeitzeugenberichte aus der Nachkriegszeit. Die Materialien und Dokumente werden vor Ort zur Verfügung gestellt.

Archiv des Warschauer Königsschlosses
Archiv des Warschauer Königsschlosses

Zu Beginn des Wiederaufbaus des Warschauer Schlosses 1971 wurde ein Dokumentationsarchiv gegründet, aus dem später das heutige Archiv des Königsschlosses hervorging. Außer Dokumenten zu Wiederaufbau und Rekonstruktion umfasst der Bestand heute Sammlungen aus dem Warschauer Staatsarchiv und aus Schenkungen, Reproduktionen von Dokumenten aus anderen Einrichtungen sowie Dokumente aus der Tätigkeit der Warschauer Schlosses.

Archiv und Bibliothek der Stiftung Literaturhäuser und Künstlerhäuser Warschau
Archiv und Bibliothek der Stiftung Literaturhäuser und Künstlerhäuser Warschau

Die Bibliotheksbestand umfasst ca. 50.000 Bände, darunter Literaturfachzeitschriften, von den Autoren signierte Erst- und Sonderausgaben, eine in Polen einzigartige vollständige Sammlung von Presserezensionen, Autoreninterviews sowie Berichten zu literarischen Ereignissen und Entwicklungen in Polen. Die Sammlungen stehen Schriftstellern, Journalisten, Studenten, Kunstkritikern, Übersetzern ebenso wie Wissenschaftlern zur Verfügung.

Archiv und Bibliothek des Historischen Stadtmuseums Krakau
Archiv und Bibliothek des Historischen Stadtmuseums Krakau

Archiv und Museumsbibliothek besitzen eine umfassende Sammlung von Cracoviana. Überwiegend handelt es sich um Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Geschichte, Kunst- und Theatergeschichte sowie der jüdischen Geschichte und Kultur. Die Bestände umfassen Stadtführer, Kalender und Almanache aus dem 19. Jhd., eine Inkunabelsammlung vom 15.-18. Jhd., Dokumente von Handwerkszünften und sowie Dokumente aus der Stadtgeschichte Ehrenbürgerurkunden und Dokumente zum Wiederaufbau des Grunwald-Denkmals. Zu den ältesten Dokumenten gehören königliche Urkunden von Sigmund III. uznd Władysław IV. sowie das Königsbuch aus dem  17. Jhd. Im Bestand finden sich auch die Archive bekannter Krakauer Familien wie Haller, Ciechanowski, Płonczyński, Fischer, Soczyński, Wojciechowski. Weitere Sammlungen umfassen Plakate, Aushänge, Flugblätter, Aufrufe, Werbezettel, Einladungen, Glückwunschkarten, Visitenkarten, Nachrufe, Gedenkaufkleber, Stadtpläne, Fotografien usw. Auch Dokumente aus der Zeit der deutschen Besatzung sind erhalten.

Archiv und Bibliothek des Warschauer Museums
Archiv und Bibliothek des Warschauer Museums

Das Archiv sammelt historische Dokumente und Zeugnisse des gesellschaftlichen Lebens in Warschau. Den Großteil der Sammlungen bilden Varsaviana aus 17.-20. Jhd., u.a. Dokumente der Stadtverwaltung, gesellschaftlicher Institutionen und Organisationen, persönliche Dokumente der Warschauer Einwohner, Tagebücher, Aushänge, Plakate, Flugblätter und Akzidenzdrucke. In den 1970er Jahren wurden im Rahmen der Aktion „Exodus“ Zeitzeugenberichte über das Schicksal der Zivilbevölkerung nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstands gesammelt.
Die Fachbibliothek sammelt in erster Linie Varsaviana. Zum Bestand gehören Sammlungen von Handschriften und Inkunabeln, Flugblätter aus der Zeit des November-Aufstands und der Großen Emigration, Warschauer Zeitschriften und Illustrierte aus dem 19. und frühen 20. Jhd., Untergrundveröffentlichungen aus der zeit des II. Weltkriegs sowie wie Zeitschriften und Tagespresse nach 1945.

Archiv und Museum der Heimatarmee und des Wehrdienstes von Frauen der General-Elisabeth-Zawacka-Stiftung
Archiv und Museum der Heimatarmee und des Wehrdienstes von Frauen der General-Elisabeth-Zawacka-Stiftung

Grundlage der Archivbestände sind die von Elizabeth Zawacka ab den 1960er Jahre gesammelten Materialien und Dokumente. Aktuell umfassen die Sammlungen ca. 40 lm. Aktenmaterial, darunter Zeitzeugenberichte und die Personalakten von 6654 Untergrundkämpfern der AK in Pommern, Fotografien, Mikrofilme, Publikationen. Das Archiv gliedert sich in die drei Bereiche Geschichte der Untergrundbewegung in Pommern 1939-1954, Kriegsdienst von Frauen sowie der Abteilung Internationale Nachrichtenübermittlung der AK „Zagroda“. 

Archive und Datenbanken des KARTA-Zentrums
Archive und Datenbanken des KARTA-Zentrums

Im KARTA-Zentrum befinden sich das 1996 gegründete Fotografie-Archiv, dessen Bestand Fotografien zur Gesellschaftsgeschichts Polens und Mittelosteuropas im 20. Jhd. darstellen, das 1988 gegründete Oppositionsarchiv mit historischen Quellen zum gesellschaftlichen Leben in Polen 1956-1989, hauptsächlich Materialen zum Widerstand gegen die kommunistische Herrschaft in den Jahren 1956, 1968, 1970, 1976 sowie zur demokratischen Opposition und der „Solidarność“ in den 1980er Jahren; das 1987 als eigenständige Organisation gegründete Ostarchiv, das Dokumente zur in Volkspolen oft verschwiegenen oder verfälschten Geschichte der polnischen Ostgebietet enthält. Das KARTA-Zentrum führt außerdem die Datenbank Opfer des polnisch-ukrainischen Konflikts 1942-1944 mit 3970 Biogrammen sowie das Internetzentrum „Verzeichnis der von sowjetischen Behörden Verfolgten 1939-1956“.

Künstlerisches Archiv und Bibliothek des Juliusz-Słowacki-Theaters Krakau
Künstlerisches Archiv und Bibliothek des Juliusz-Słowacki-Theaters Krakau

Sammlungsschwerpunkte des Archivs sind die künstlerische Arbeit des Juliusz-Słowacki-Theaters sowie die Geschichte des Theaters in Krakau im 19. und 20. Jhd. Die Archivbestände umfassen die Bereiche Polnisches und Europäische Drama (darunter Handschriften und Buchausgaben in Krakau aufgeführter Theaterstücke 1838-1893); Aufführungen des Juliusz-Słowacki-Theaters 1893-2003 (darunter Manuskripte, Typoskripte, Buchausgaben, sowie Noten zu musikalischen Darbietungen, häufig mit Anmerkungen und Inszenierungshinweisen der Autoren bzw. Regisseure sowie der Zensurbehörden); Programme, Plakate und Aushänge des Juliusz-Słowacki-Theaters, sowie Presseberichte, Fotografien und Bild- bzw. Tonaufzeichnungen; Theater-Handbücher und Theater-Fachzeitschriften ab 1945.

Nationale Filmothek
Nationale Filmothek

Die Nationale Filmothek entstand 1955 als Zentrales Filmarchiv, später Polnische Filmothek. Von Anfang an war die Einrichtung Mitglied der International Federation of Film Archives (FIAF). Die Sammlungen der Nationalen Filmothek gehören zu den größten ihrer Art weltweit.

Słowiniec-Stiftung – Stiftung Dokumentationszentrum der polnischen Unabhängigkeitsbewegungen (CDCN)
Słowiniec-Stiftung – Stiftung Dokumentationszentrum der polnischen Unabhängigkeitsbewegungen (CDCN)

Die Stiftung widmet sich der Sammlung, Sicherung, Aufbereitung und Bereitstellung von historischen Quellen und Dokumenten der polnischen Unabhängigkeitsbewegungen im 19. und 20. Jhd. Sie führt auch eigene Forschungs- und Bildungsvorhaben durch und arbeitet mit anderen auf diesem Gebiet tätigen Einrichtungen zusammen. Im Archiv der CDCN konnten bis dahin zerstreute wertvolle und Nachlässe einzelner Forscher, Sammler und Institutionen vereinigt werden, der Bestand bietet daher wichtige historische Quellen für vielfältige Forschungsfelder.

Stadtarchiv Breslau
Stadtarchiv Breslau

Zu den Aufgaben des Archivs gehört die Sammlung, Sicherung, Katalogisierung, Aufbereitung und Bereitstellung von Archivmaterialien, die durch die Tätigkeit von städtischen Einrichtungen auf dem Gebiet Breslaus entstehen oder dem Archiv durch staatliche Stellen zeitweise oder dauerhaft überlassen wurden.

Warschauer Musikalische Gesellschaft
Warschauer Musikalische Gesellschaft

Bibliothek, Archiv und Museum der Warschauer Musikalischen Gesellschaft sammeln Materialen zur Geschichte der polnischen Musikkultur ab dem 19. Jhd. unter besonderer Berücksichtigung Warschaus. Zu den Beständen gehören die Musikalien-Sammlungen Josef Wielhorskis, Josef Sikorskis, Adam Münchheimers und Jan Karłowicz’, sowie die Nachlässe der Komponisten Josef Stefani, Stanisław Moniuszko, Zygmunt Noskowski, Michał Hertz, Mieczysław Karłowicz, Władysław Miller (Sohn), Feliks Rybicki, Jan Pasierb-Orland, Henryk Swolkień, Zbigniew Wiszniewski, Michał Kruszyński i Wacław Lachman, sowie Korrespondenzen von Stanisław Moniuszko, Frederic Chopin, Johannes Brahms, Zygmunt Noskowski,
Mieczysław Karłowicz i Ludomir Michał Rogowski.

Wissenschaftliches Archiv der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) und der Polnischen Akademie der Künste (PAU) Krakau
Wissenschaftliches Archiv der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) und der Polnischen Akademie der Künste (PAU) Krakau

Das 2002 gegründete Archiv umfasst die Bestände der Krakauer Zweigstelle des Archivs der Polnischen Akademie der Wissenschaften sowie des Archivs der Polnischen Akademie der Künste. Das wissenschaftliche Spezial-Archiv hat die Erfassung, Bearbeitung, Bereitstellung und Quellenedition von Materialien zur polnischen Kultur- und Wissenschaftsgeschichte zur Aufgabe.

25
Apr
Vortrag
Univ.-Doz. Dr. Werner Telesko: The queen’s bodies. Repräsentation und Bildpolitik bei Maria Theresia (1717–1780)
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