Leitziel

Das 1993 gegründete Deutsche Historische Institut Warschau ist eines von sechs Deutschen Historischen Instituten im Ausland. Gemeinsam mit seinen Schwesterinstituten in Rom (1888), Paris (1958), London (1976), Washington (1986) und Moskau (2005) sowie dem Orient-Institut in Beirut (1961), dem Institut für Japan-Studien in Tokio (1988), dem Forum für Kunstgeschichte in Paris (1997) und dem Orient-Institut in Istanbul (2009) ist es Teil der bundesunmittelbaren Stiftung öffentlichen Rechts Max Weber Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, über die es aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziell getragen wird.

Aufgabe des Deutschen Historischen Instituts Warschau ist die wissenschaftliche Erforschung der Geschichte Polens und der deutsch-polnischen Beziehungen im europäischen und internationalen Kontext. In diesem Themenfeld betreibt das Institut innovative Grundlagenforschung, die die polnische Geschichte in ihren europäischen Bezügen und die deutsch-polnische Beziehungsgeschichte grundsätzlich in ihrer gesamten chronologischen Tiefe und thematischen Breite in den Blick nimmt. In der konkreten Forschungspraxis geschieht dies in exemplarischer Projektforschung.

Das Institut unterstützt darüber hinaus den geschichtswissenschaftlichen Diskurs auf nationaler und internationaler Ebene. Dazu fördert es insbesondere die Kommunikation, Kooperation und den Forschungstransfer zwischen der deutschen und polnischen Geschichtswissenschaft, bezieht in seine Vermittlungsarbeit aber auch die benachbarten ostmitteleuropäischen Geschichtswissenschaften mit ein und spricht über die deutsche Geschichtswissenschaft hinaus auch die westlichen an. Mit einem breiten Spektrum wissenschaftlicher Veranstaltungen, Publikationen und Stipendien setzt es bewährte Instrumente des Forschungstransfers ein, die nicht zuletzt auch der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der historischen Polen- und Ostmitteleuropaforschung dienen.

Das Deutsche Historische Institut Warschau führt keine Auftragsrecherchen durch. Es kann insbesondere keine familiengeschichtlichen Nachforschungen betreiben und genealogische Auskünfte erteilen. Interessierte seien hierzu unmittelbar auf die entsprechenden kommunalen Archive, weiterführende Internetseiten und einschlägig arbeitende kommerzielle Firmen verwiesen.

17
Mai
Tagung
Workshop: Ostpreußen in Polen? Der Regierungsbezirk Zichenau unter deutscher Besatzung 1939–1945
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