
Historische Forschung in Deutschland
AIBM Deutschland wurde 1953 in enger Anlehnung an die Ziele und Aufgabenbereiche des internationalen Verbandes gegründet und ist heute eine der größten nationalen Gruppen der AIBM. Zu ihren institutionellen Mitgliedern gehören Musikbibliotheken, Rundfunkbibliotheken, Musikarchive und Musikdokumentationseinrichtungen. Zielsetzungen der AIBM Deutschland sind die Durchführung von Projekten auf dem Gebiet der Musikbibliographie, -dokumentation und -bibliothekswissenschaft auf nationaler Ebene, die Entwicklung von nationalen Standards für die Katalogisierung, Bewahrung und Verfügbarkeit von Musikmaterialien, die Förderung von Berufsausbildung und Weiterbildung, die Erfassung und Erschließung von Musiksammlungen aller Art sowie der Schutz und die Erhaltung musikalischer Dokumente aus allen Epochen der Musikgeschichte, die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen auf den Gebieten des Bibliothekswesens, der Bibliographie, Archivwissenschaft, der Dokumentation, der Musik und der Musikwissenschaft.
Die AGAB gliedert sich in die drei Bereiche Verband kirchlicher Archive und der Verband kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken, in denen die fachliche Arbeit der AGAB stattfindet. Mitglieder der Verbände sind nicht einzelne Personen, sondern die Archive und Bibliotheken als Institutionen. Die AGAB übernimmt Aufgaben, die von den einzelnen Einrichtungen nicht erfüllt werden können; sie klärt vor allem Grundsatzfragen, gibt wissenschaftliche Publikationen und Gutachten heraus, berät die Mitgliedseinrichtungen, fördert den Erfahrungsaustausch und vertritt das kirchliche Archiv- und Bibliothekswesen in der überregionalen Öffentlichkeit.
Die ABDOS ist ein Zusammenschluss von Institutionen und Personen, die Literatur aus Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa bzw. über diese Gebiete erwerben, sammeln und inhaltlich erschließen. Sie steht aber auch allen offen, die sich mit Osteuropa in Forschung und Lehre beschäftigen.
Die 1998 gegründete Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB) will die Arbeit und Akzeptanz der Bibliotheken in den Gedenkstätten durch Kooperation, fachlichen Austausch und gezielte Fortbildung unterstützen. Die zurzeit 41 beteiligten Institutionen sind sowohl Gedenkstätten für die Opfer des NS-Regimes, als auch Gedenkstätten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die Arbeitstreffen werden zweimal jährlich abgehalten. Darüber hinaus veranstalten die Bibliothekare/-innen der Gedenkstätten zur Aufarbeitung der SBZ und SED-Diktatur einmal jährlich ein Treffen unabhängig von der AGGB.
Die 1964 gegründete AKNB ist eine deutsche Organisation für Personen, Bibliotheken und Dokumentationseinrichtungen. Zweck der Arbeitsgemeinschaft ist die Förderung von Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur durch Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Kunst- und Museumsbibliotheken und Dokumentationseinrichtungen.
Die 1946 gegründete ASpB ist ein Zusammenschluß von ca. 1000 Spezialbibliotheken in Forschungseinrichtungen, Firmen, Behörden, Museen, kirchlichen Einrichtungen etc. im deutschsprachigen Raum. Sie fördert die Zusammenarbeit von Spezialbibliotheken und Informationsspezialisten, unterstützt den Austausch von Expertenwissen, betreibt die Qualifizierung und Weiterbildung ihrer Mitglieder und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder gegenüber Trägereinrichtungen, Politik und Öffentlichkeit. Die ASpB veranstaltet Tagungen und Konferenzen und gibt eigene Publikationen heraus.
Die 1997 gegründete AGOA ist ein Zusammenschluss der Archive der Ordensgemeinschaften und der selbstständigen Einzelklöster, die in der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK) zusammengeschlossen sind. Sie ist ein internes Fachgremium der DOK. Aufgaben der AGOA sind fachliche Hilfe und Erfahrungsaustausch bei Fragen zum Archivwesen im Ordensbereich, Organisation von Fachtagungen, Aus- und Fortbildungsveranstaltungen für Ordensarchivare sowie die Vertretung der Interessen der Ordensarchive im öffentlichen und kirchlichen Bereich.
Die 1972 gegründete AHF ist ein Netzwerk historischer Forschungseinrichtungen in Deutschland. Zentrale Aufgaben sind die Vertretung der gemeinsamen Interessen der Mitgliedsinstitutionen und die Intensivierung wissenschaftlicher Zusammenarbeit, besonders im Bereich der Dokumentation und Kommunikation historischer Forschung in Deutschland. Die AHF verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Mitglieder sind außeruniversitäre wissenschaftliche Organisationen, die historische Forschung betreiben oder fördern. Das Jahrbuch der historischen Forschung und die Historische Bibliographie sind die von der AHF herausgegebenen bibliographischen Online-Dienste. Die beiden miteinander verknüpften Datenbanken ermöglichen umfassende Recherchen nach selbständiger und unselbständiger historischer Fachliteratur.
Die 1976 gegründete AG Jüdische Sammlungen ist ein loser Zusammenschluss Jüdischer Museen und verwandter Einrichtungen wie ehemalige Synagogen, Gedenkstätten, Bibliotheken, Archive und Forschungsinstitute, aber auch in diesem Bereich tätiger Einzelpersonen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. In den letzten Jahren kamen auch Institutionen aus Belgien, den Niederlanden, England, Israel, den USA und osteuropäischen Ländern hinzu. Ziel der jährlichen Treffen ist der fachliche Austausch und die Vernetzung von Einrichtungen und Projekten, die sich mit jüdischer Geschichte und Kultur befassen.
Die 1986 gegründete ALG ist der Dachverband von 220 Literaturgesellschaften, Literaturmuseen und literarischen Gedenkstätten. Den Facettenreichtum der in ganz Deutschland und Europa verteilten literarischen Einrichtungen zu fördern, ist das Ziel des Dachverbandes. Die ALG vertritt ihre Mitglieder in der Öffentlichkeit, fördert literarische Projekte, die Zusammenarbeit und den Austausch literarischer Einrichtungen. Der Dachverband organisiert Tagungen und Fortbildungen, initiiert und unterstützt den Aufbau oder die Neugestaltung von Literaturmuseen und neuen literarischen Vereinen.
Die AGAB umfasst den Verband kirchlicher Archive und den Verband kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken, in denen die fachliche Arbeit stattfindet. Mitglieder der Verbände sind die Archive und Bibliotheken als Institutionen. Die Vertreter der Träger der Archive und Bibliotheken in der Gruppe der für das kirchliche Archiv- und Bibliothekswesen zuständigen Dezernenten und Referenten berät den Vorstand und die Verbände in Rechts- und Organisationsfragen. Aufgaben der AGAB sind die Klärung von Grundsatzfragen, die Herausgabe wissenschaftlicher Publikationen, Beratung der Mitgliedseinrichtungen, die Förderung von Erfahrungsaustauschs und Kooperation sowie die Vertretung des kirchlichen Archiv- und Bibliothekswesen in der Öffentlichkeit.
Die 1947 gegründete AKThB ist ein Zusammenschluss von wissenschaftlichen Bibliotheken in Trägerschaft der Katholischen Kirche. Assoziierte Mitglieder sind sonstige theologische Bibliotheken in staatlicher Trägerschaft (Universitäts-, Fakultätsbibliotheken) sowie außerhalb des deutschsprachigen Raumes. Die AKThB gibt das Handbuch der katholisch-theologischen Bibliotheken heraus. 1995 wurde in Kooperation mit dem evangelischen Bibliotheksverband eine Gemeinsame Altbestandskommission gebildet, die die Erfassung und Erschließung von Handschriften- und Inkunabelbeständen sowie Hilfestellung im Umgang mit alten Büchern für die Mitgliedsbibliotheken zur Aufgabe hat.
Der Arbeitskreis ist ein Zusammenschluss von mehr als 20 NS-Gedenkstätten, Dokumentations- und Begegnungszentren, Lern- und Erinnerungsorten in Nordrhein-Westfalen. Als gemeinnütziger Verein fördert er die Zusammenarbeit seiner Mitglieder in der Forschung zum Nationalsozialismus, deren Präsentation durch Publikationen, Ausstellungen und Veranstaltungen sowie der historisch-politischen Bildung.
Der AsKI e.V. ist ein 1967 gegründeter Verbund von 35 national und international angesehenen, selbständigen Kultur- und Forschungsinstituten, die durch eine wertvolle Sammlung in besonderem Maße die Qualität und Vielfalt des kulturellen Deutschland repräsentieren. Seine Mitglieder sind in unabhängiger, gemeinnütziger Trägerschaft verankert und stützen sich seit ihrer Gründung auf einen bedeutenden Anteil privater Förderung. Der AsKI e.V. ist seit 1997 Träger der Casa di Goethe in Rom.
Die 1991 von verschiedenen Filmarchiven in Europa gegründete ACE setzt sich die Erhaltung und Restauration europäischer Filme, die Wiederauffindung verlorengegangener Filmwerke sowie die Erstellung einer gesamteuropäischen Filmographie zur Aufgabe. Heute gehören dem Netzwerk über 40 nationale und regionale Filmarchive an.
Die BID ist der Dachverband der Institutionen- und Personalverbände des Bibliothekswesens, der Verbände des Informationswesens und zentraler Einrichtungen der Kulturförderung in Deutschland. Die BID vertritt deren Gesamtinteressen auf nationaler und europäischer Ebene sowie in internationalen Gremien. Ihr Ziel ist die Förderung und Weiterentwicklung von Dienstleistungen und Innovationen der Informationsversorgung durch Bibliotheken und Informationseinrichtungen als Garantie demokratischer Informations- und Wissensbildung.
BI-International fördert den internationalen Dialog sowie eine europa- und weltweite Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Bibliotheks- und Informationsarbeit. BI-International unterstützt die Kooperation und Kontaktpflege, den Erfahrungsaustausch und die persönliche Begegnung zwischen Bibliothekaren und Informationsfachleuten des In- und Auslandes. BI-International arbeitet vornehmlich projektbezogen.
Der 1996 gegründete Bundesverband ist ein Zusammenschluss von mehr als 70 Vereinigungen und Initiativen, die sich für die Vertiefung der Beziehungen zu den Menschen in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion einsetzen. Als Dachverband sieht der BDWO seine speziellen Aufgaben in der Vernetzung der Aktivitäten seiner Mitglieder und Kooperationspartner, der Koordination von überregionalen Veranstaltungen und Projekte sowie der Vertretung von Mitgliederinteressen gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Für die intensive Auseinandersetzung mit allgemein interessierenden Themen hat der BDWO u. a. die Arbeitskreise, Kultur, West-Östlicher Fachaustausch/Nachhaltige Stadtentwicklung, sowjetische Gräber und Ehrenmale in Deutschland eingerichtet sowie die Länderarbeitskreise Belarus und Ukraine.
Als Dachverband vertritt und koordiniert der BVMP die Kompetenz deutscher Museumspädagogen aus verschiedener Museumstypen und –gattungen. Der BVMP vertritt die Belange der Museumspädagogik und Museumskommunikation in bundesweiten Gremien der Politik, Kultur und Bildung und entwickelt das Berufsbild der Museumspädagogen weiter. Er unterstützt und koordiniert die Arbeit der regionalen Arbeitskreise und Vereine, initiiert Fortbildungen und Forschungen, fördert den fachlichen Austausch durch jährliche Fachtagungen, die Herausgabe einer Fachzeitschrift und gemeinsame Projekte mit anderen Bildungseinrichtungen, Institutionen und Verbänden.
Die 1949 gegründete DAGV versammelt Genealogische Verbände aus ganz Deutschland. Der Verein ist wissenschaftlich tätig, führt eigene Publikationsvorhaben und Forschungsprojekte durch und richtet den jährlichen Deutschen Genealogentag aus.
Die DGPuK ist eine Non-Profit-Organisation, in der Wissenschaftler, Studierende und Praktiker aus der Kommunikations- und Medienwissenschaft organisiert sind. Die Kommunikations- und Medienwissenschaft versteht sich als theoretisch und empirisch arbeitende Sozialwissenschaft mit interdisziplinären Bezügen. Sie leistet Grundlagenforschung zur Aufklärung der Gesellschaft, trägt zur Lösung von Problemen der Kommunikationspraxis durch angewandte Forschung bei und erbringt Ausbildungsleistungen für eine seit Jahren dynamisch wachsende Medien- und Kommunikationsbranche. Geschichte, Gegenwart und Zukunft der gesellschaftlichen Medien- und Kommunikationsverhältnisse stehen im Mittelpunkt von Forschung und Lehre.
Der 1949 gegründete dbv ist der Interessenvertreter aller Bibliotheken, formuliert bibliothekspolitische Forderungen, reagiert schnell auf aktuelle Entwicklungen und gibt den Bibliotheken Hilfestellungen. Sein Anliegen ist es, die Wirkung von Bibliotheken in Kultur und Bildung sichtbar zu machen und ihre Rolle in der Gesellschaft zu stärken. Der dbv nimmt zu bibliotheksrelevanten Themen aktiv Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse in Deutschland und auch auf die europäische Meinungsbildung. Der dbv arbeitet mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft zusammen, ist international ein gefragter Partner für die Einbringung von Fachwissen, Erfahrungen und Engagement für Projekte und Gremienarbeit.
Der 1981 gegründete Deutsche Kulturrat ist als Spitzenverband der Bundeskulturverbände der Ansprechpartner für Politik und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Europäischen Union in kulturpolitischen Angelegenheiten. Ziel des Deutschen Kulturrates ist es, bundesweit spartenübergreifende Fragen in die kulturpolitische Diskussion einzubringen. In den acht Sektionen Deutscher Musikrat, Deutscher Kunstrat, Deutsche Literaturkonferenz, Rat für darstellende Kunst und Tanz, Sektion Film und audiovisuelle Medien sowie Rat für Soziokultur und kulturelle Bildung haben sich 233 Bundeskulturverbände und Organisationen dem Deutschen Kulturrat angeschlossen. Der Deutsche Kulturrat gibt regelmäßig eigene Publikationen und Studien heraus.
Der 1917 gegründete Deutsche Museumsbund vertritt als bundesweiter Interessenverband aller Museen die Belange historischer, kulturhistorischer, technikhistorischer, naturwissenschaftlicher Museen und Kunstmuseen sowie weiterer Museumsgattungen und ist der Ansprechpartner für Menschen, die sich für die vielfältige deutsche Museumslandschaft engagieren. Der Deutsche Museumsbund setzt sich für die Schaffung und den Erhalt der inhaltlichen, personellen und finanziellen Grundvoraussetzungen von Museen ein, berät Mitglieder sowie Verbände, Stiftungen und Behörden zu museumsrelevanten Themen, kooperiert mit regionalen Museumsämtern und -verbänden sowie mit nationalen und internationalen Organisation, Verbänden und Stiftungen, erarbeitet Stellungnahmen und Positionspapiere zu aktuellen Thelen, regt zur Diskussion museumsspezifischer Fragen an, entwickelt und koordiniert Projekte mit exemplarischem oder nachhaltigem Charakter und gibt regelmäßig fachspezifische Publikationen heraus.
Die 1958 gegründete Arbeitsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Museumsfachleuten zur Vertretung der Interessen von kirchlichen Museen und Schatzkammern und vergleichbarer Einrichtungen auf ökumenischer Ebene. Das kirchliche Museum sammelt, bewahrt, erforscht, erschließt, restauriert, präsentiert und publiziert Zeugnisse christlicher Kunst und Liturgie. Es steht im Dienst von Verkündigung, Wissenschaft, Bildung und Information und bemüht sich um die Vermittlung zwischen Theologie und Kunstgeschichte, Katechetik und Museumsdidaktik, Kirche und anderen kulturellen Einrichtungen. Zweck der Arbeitsgemeinschaft ist die Interessenvertretung und Förderung der genannten Aufgaben, die Beratung der Mitglieder in museumsrelevanten Bereichen, der Austausch von Erfahrungen und Wissen, die fachliche Weiterbildung sowie die gegenseitige Unterstützung.
BETH ist ein ökumenischer Verband von nationalen theologischen Bibliotheksverbände in Europa. Darüber hinaus sind auch einzelne theologische Bibliotheken Mitglieder, die aufgrund ihrer Bestände und Sammelschwerpunkte als herausragend gelten.
Die EBLIDA ist eine europaweit tätige Dachorganisation für Einrichtungen und Verbände im Bereich des Bibliotheks-, Archiv- und Informationswesen in ganz Europa. Die EBLIDA befasst sich mit allen Fragen der Informationsgesellschaft wie Urheberrechte und Lizenzen, Bildung, Wissenschaft, und Kultur. EBLIDA ist am Aufbau der digitalen EUROPEANA-Bibliothek und anderen Projekten beteiligt.
Dem Verband der evangelischen Archive in Deutschland gehören derzeit 65 Archive an. Der Verband erfüllt Aufgaben, die von einzelnen kirchlichen Archiven nicht zu leisten sind, etwa die Klärung von Grundsatzfragen im Bereich Archivrecht und Archivtechnik. Er vertritt die Interessen der kirchlichen Archive, ist beratend tätig, setzt sich für Fort- und Weiterbildung kirchlicher Archivare ein und gibt regelmäßig eigene Publikationen heraus.
Die 1997 gegründete Föderation deutscher Architektursammlungen ist ein Zusammenschluss von Institutionen in Deutschland, die Zeugnisse zur Architektur sammeln, bewahren und ausstellen. Aufgabe der Föderation ist die Baukultur und deren regionale Vielfalt in Deutschland zu fördern und ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Daneben dient der Zusammenschluss dazu, sich über Archivbestände zur Architekturgeschichte auszutauschen, Forschungsprojekte zu initiieren und Ausstellungen und Veröffentlichungen zu erarbeiten.
Der 1991 von Archivaren, Bibliothekaren und Historikern aus dem Ost- und Westdeutschland gegründete Verein bemüht sich um die Erhaltung von Archiven und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung mit DDR-Provinienz.
Der 1852 gegründete Gesamtverein ist die Dachorganisation der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine sind Geschichtsvereine, Historische Kommissionen, landes¬geschichtliche Institute, Arbeitsgemeinschaften usw. Gründungszweck des Gesamtvereins war es, durch Zusammenschluss der Geschichtsträger vieler Territorien, Landschaften und Städte die Einheit der deutschen Geschichte in der Vielheit zu betonen und damit die landes- und regionalgeschichtliche Forschung anzuregen. Der Gesamtverein veranstaltet den jährlichen Tag der Landesgeschichte und gibt die Blätter für deutsche Landesgeschichte sowie Quelleneditionen zu Urkunden, Amtsbüchern etc. heraus.
Der ICA eine unparteiische Nicht-Regierungsorganisation. Er vertritt weltweit Fachleute der Schriftgutverwaltung und des Archivwesens und setzt sich für die wirkungsvolle Verwaltung von Schriftgut und für die Erhaltung, Pflege und Zugänglichkeit des archivischen Kulturerbes der Welt ein. Ziel des ICA ist es, den Zugang zu Archiven die Etablierung von Standards, berufliche Weiterbildung und durch die Ermöglichung eines Dialogs zwischen Archivaren, Entscheidungsträgern, Produzenten und Nutzern von Archivgut sicherzustellen. Mit rund 1.500 Mitgliedern in 195 Staaten und Ländern ist es das Ethos des ICA, die kulturelle Vielfalt seiner Mitglieder nutzbar zu machen, um wirkungsvolle Problemlösungen und eine flexible, einfallsreiche Profession zu entwickeln.
ICOM Deutschland setzt sich für die Aufgaben und Ziele des Internationalen Museumsrats in Deutschland ein. ICOM Deutschland ist die größte Organisation der Museen und Museumsfachleute in Deutschland und zugleich das mitgliederstärkste Nationalkomitee innerhalb des Internationalen Museumsrats ICOM. Der Internationale Museumsrat ICOM als die internationale Organisation für Museen und Museumsfachleute ist dem Erhalt, der Pflege und der Vermittlung des kulturellen und natürlichen Welterbes verpflichtet. ICOM hat sich folgende Aufgaben zum Ziel gesetzt: Verbreitung und Weiterentwicklung von professionellen Standards und ethischen Richtlinien für Museen, Schutz des Welterbes und der kulturellen Vielfalt, Bekämpfung des illegalen Handels mit Kulturgut, Schärfung des öffentlichen Bewusstseins für die Belange der Museen, Fachlicher Austausch auf internationaler Ebene, Wissensvermittlung sowie Aus- und Fortbildung.
Der 1965 gegründete Internationale Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) ist eine internationale nichtstaatliche Organisation, die sich weltweit für Schutz und Pflege von Denkmälern und die Bewahrung des historischen Kulturerbes einsetzt. ICOMOS beteiligt sich als Berater und Gutachter an der Arbeit des Welterbe-Komitees und an der Erfüllung der UNESCO-Konvention zum Weltkulturerbe. Das deutsche Nationalkomitee von ICOMOS setzt sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Erhaltung von Denkmälern, Ensembles und Kulturlandschaften ein, u.a. durch das Monitoring der deutschen Denkmäler auf der Liste des Weltkulturerbes, der Vorbereitung und Durchführung von internationalen Kolloquien, Tagungen und Publikation zum Thema, der Zusammenarbeit mit anderen Nationalen Komitees sowie mit nationalen Gremien und internationalen Organisationen.
Der 1994 gegründete ida-Dachverband schließt Einrichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit dem Ziel der Vernetzung, dem regelmäßigen fachlichen Austausch, der Weiterqualifikation sowie gemeinsamer überregionaler Öffentlichkeitsarbeit zusammen. Insbesondere bemüht sich der Dachverband darum, politische und finanzielle Unterstützung für die finanziell nicht abgesicherten Frauenbibliotheken und -archive zu organisieren.
Das IFLA Nationalkomitee koordiniert und fördert das deutsche Engagement in der IFLA und berät über Fragen mit grundsätzlichem oder berufspolitischem Charakter.
Die 1938 gegründete FIAF vereint Institutionen und Einrichtungen, deren Aufgabe die Bewahrung von Filmdokumenten als kulturelles Erbe und historische Dokumente ist. Heute gehören der Föderation mehr als 150 Einrichtungen aus 77 Ländern an. Die Föderation fördert Austausch und Kooperation durch Tagungen, Fachkommissionen und Publikationen.
Das Netzwerk Mediatheken nutzt und verknüpft kulturell-wissenschaftliche Angebote und Dienstleistungen von Archiven, Bibliotheken, Dokumentationsstellen, Museen und Forschungseinrichtungen an unterschiedlichen Orten. Seine Ziele sind die dezentral-vernetzte Sicherung, Bewahrung, Erschließung und Bereitstellung audiovisueller Quellen und Materialien als bedeutendes Kulturgut für Erziehung, Unterricht, Wissenschaft, Forschung, Lehre und Kunst. Das Netzwerk stellt Datenbanken für die Online-Recherche zur Verfügung, verweist auf Online-Ressourcen und bietet Informationen zu beteiligten Einrichtungen.
Die Akademieunion ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien, die sich zur Umsetzung gemeinsamer Interessen zusammengeschlossen haben. Unter dem Dach der Union sind mehr als 1900 international anerkannte Wissenschaftler/innen verschiedener Fachrichtungen vereint, die sich gemeinsam für wissenschaftlichen Austausch, exzellente Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses engagieren. Die Union koordiniert das „Akademienprogramm“, eines der größten und bedeutendsten geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland, und damit die gemeinsamen Forschungsvorhaben ihrer Mitgliedsakademien. Darüber hinaus vertritt die Union die deutschen Akademien der Wissenschaften im Ausland und entsendet Vertreter in nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen.
Zu den Aufgaben des Verbands gehören die Klärung von Grundsatzfragen in den Bereich Archivrecht, Archivtechnik und Organisation des Archivbetriebs, die Herausgabe von Periodika und Monographien, die Erstellung von Gutachten, Beratung einzelner kirchlicher Archive, die Organisation und Durchführung von Tagungen und Fortbildungen, die überregionale Öffentlichkeitsarbeit sowie die Vertretung der kirchlichen Archive in der EKD, der Ökumene und dem International Council on Archives.
Der VKWB ist ein Zusammenschluss von etwa 100 kirchlich-wissenschaftlichen Bibliotheken der evangelischen Landeskirchen und anderer kirchlicher Einrichtungen in Deutschland und der Schweiz mit einem Buchbestand von insgesamt etwa 4 Millionen Bänden. Aufgaben des VKWB sind Beratung, Fortbildung, Förderung von Kooperationen, EDV-Dienstleistungen und Publikationen sowie die Zusammenarbeit mit anderen Fachverbänden.
