
Historische Forschung in Deutschland
WebsiteDie 1958 gegründete AGoFF befasst sich mit genealogischen Forschungen auf dem Gebiet der ehemaligen deutschen Siedlungsgebiete Mittel-, Ost- und Südosteuropas. Regionale Forschungsstellen und -gruppen sammeln genealogisches Material und es auf. Gesichtet und bearbeitet werden dabei nicht nur in Deutschland zur Verfügung stehende Unterlagen, sondern auch Archive und Quellen vor Ort. Der Verein gibt regelmäßig eine Zeitschrift, ein Jahrbuch sowie Quellen und Darstellungen zur Personenkunde des östlichen Europa heraus.
Der 1994 gegründete AKA verfolgt das Ziel, die deutsche agrarhistorische Forschung im Disziplinen übergreifenden und internationalen Kontext zu fördern. Die Öffnung für innovative Ansätze zur Untersuchung ländlicher Gesellschaften vollzieht sich auf vielfältigen Wegen. Neben einer erneuerten Sozial- und Wirtschaftsgeschichte treten kultur-, politik- und umwelthistorische Zugänge in den Vordergrund. Außerdem intensiviert sich die Zusammenarbeit mit einschlägigen Nachbarfächern wie Archäologie, Geographie, Soziologie, Volkskunde. Der AKA veranstaltet regelmäßige wissenschaftliche Tagungen und honoriert mit dem Förderpreis Agrargeschichte ausgezeichnete Abschlussarbeiten.
Der Arbeitskreis fördert die interdisziplinäre Vernetzung laufender Forschungsprojekte. Er ist offen für interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Kultur-, Geschichts-, Sozial- und Literaturwissenschaften und strebt eine Kooperation mit bestehenden Netzwerken der Genderforschung an. Die Geistes- und Sozialwissenschaften haben in den letzten Jahrzehnten die Vielfältigkeit von Männlichkeiten herausgestellt. Neben der bisher stärker beachteten Außenseite hegemonialer Männlichkeit kommt deren Binnenseite zunehmend in den Blick: Erfahrungen von Männern umfassen auch die Kosten aufgedrängter Männlichkeitsleitbilder.
Der 1989 gegründete AKKU fungiert im deutschen Sprachraum als Netz von Wissenschaftlern, Archivaren und Studenten, die in der Unternehmensgeschichte aktiv sind. Unternehmensgeschichte ist in Deutschland mittlerweile ein an vielen Universitätsinstituten etabliertes Fach, auch wird das Gros der wissenschaftlichen Forschung an Lehrstühlen für Wirtschaftsgeschichte in den historischen und ökonomischen Fakultäten betrieben. Der Arbeitskreis versteht sich als Theoriearbeitskreis, der besonderen Wert auf die Diskussion theoretisch-methodischer Anregungen legt und ist dabei auch für Anregungen aus den benachbarten Disziplinen Ökonomie, Soziologie oder Kulturanthropologie offen.
Der 1995 gegründete AG+T vereint zumeist jüngere Historiker an verschiedenen europäischen und nordamerikanischen Forschungseinrichtungen. Der Arbeitskreis bietet ein interdisziplinäres Diskussionsforum für die theoretische Grundlegung historischen Arbeitens. An den Bedürfnissen von Nachwuchshistorikern orientiert, soll der Arbeitskreis zu einer theoriegeleiteten Reflexion über die jeweiligen Forschungsarbeiten seiner Mitglieder einladen. Die Einsicht in die grundsätzliche Theoriebedürftigkeit der Geschichtswissenschaft bildet gepaart mit einem weit reichenden Interesse an praktisch-empirischer Umsetzungsarbeit das zentrale Anliegen des Kreises.
Der AHB versteht sich als Forum, um das bisher wenig genutzte Potential der Quellengruppe „Bilder“ mit neuen methodischen Instrumentarien, etwa der Ikonologie, Semiotik und rezeptionsästhetischer Ansätze, für die Geschichtswissenschaft nutzbar zu machen. Ansätze zu einer historischen Bildforschung lassen sich bis in das frühe 20. Jh. zurückverfolgen. Im ausgehenden 20. Jh. mit seinen neuen Kommunikationstechniken und der damit verbundenen Möglichkeit, virtuelle Realitäten in bislang nie gekanntem Umfang entwerfen zu können, erscheint eine wissenschaftliche Beschäftigung mit Bildern und symbolischen Formen unabdingbar.
Der 2007 gegründete AKHFG fördert die wissenschaftliche historische Frauen- und Geschlechterforschung und zielt darauf, diese in der Wissenschafts- und Kulturlandschaft der Bundesrepublik, inner- wie außerhalb der Universitäten, dauerhaft zu verankern und den wissenschaftlichen Austausch zwischen allen, die zur Frauen- und Geschlechtergeschichte arbeiten, zu intensivieren. Der Verein veranstaltet jährliche Tagungen und zeichnet alle drei Jahre die beste Dissertation aus dem Bereich der Frauen- und Geschlechtergeschichte aus.
Der 1995 gegründete AKM fördert Forschung und Austausch auf dem Gebiet einer interdisziplinär angelegten und epochenübergreifenden Geschichte von Militär und Krieg. Diese soll politik- und institutionsgeschichtlichen Ansätzen gegenüber ebenso offen sein wie wirtschafts- und sozialhistorischen oder kultur- und geschlechtergeschichtlichen Zugängen. Der Arbeitskreis möchte zur Entwicklung dieses aktuellen und wichtigen Feldes der Geschichtswissenschaft beitragen, das an deutschsprachigen Universitäten institutionell nach wie vor kaum vertreten ist.
Der AKM-FNZ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erforschung des Militärs im Rahmen der frühneuzeitlichen Geschichte zu befördern und zugleich das Bewusstsein der Frühneuzeithistoriker für die Bedeutung des Militärs in all seinen Funktionen zu wecken. Das Militär steht somit als soziale Gruppe selbst im Mittelpunkt der Aktivitäten des Arbeitskreises. Ziel ist es, die Rolle des Militärs als Teil der frühneuzeitlichen Gesellschaft umfassend herauszuarbeiten.
Die AKiP organisiert, koordiniert, fördert und publiziert Forschungsarbeiten im Bereich "Geschichte der öffentlichen Kommunikation". Im Mittelpunkt stehen Themen der Neueren und Neuesten Geschichte (seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert
Die 1992 gegründete Berliner Gesellschaft vereint Sozialwissenschaftler und Historiker aus Deutschland, Europa sowie aus den USA. Ihre Ziele sind die Förderung der Forschung über den deutschen und den internationalen Faschismus, die Weltkriege und die Okkupationspolitik. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, Forschern, Projekten und Einrichtungen, die sich mit dem Arbeitsgegenstand der Berliner Gesellschaft beschäftigen.
Zweck der Gesellschaft ist die politische und kulturelle Bildung und die Förderung der deutschen Einheit als Teil des europäischen Einigungsprozesses. Dieses Ziel soll durch Tagungen, Bildungsreisen, Vermittlung von Kontakten, gemeinsame kulturelle, wissenschaftliche, ökologische und soziale Projekte erreicht werden. Projekte im Bereich von politischer, kultureller und Jugendbildung, Denkmalpflege, Stadterhaltung und Jugendaustausch sollen Verantwortungsbewusstsein fördern und das solidarische Miteinander in Deutschland stärken. Die Deutsche Gesellschaft e.V. will den langwierigen und schwierigen Prozess der Herstellung der europäischen Einheit auf sozialem, ökologischem, rechtlichem, wissenschaftlichem, kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet fördern und kritisch begleiten.
Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP) ist das nationale Netzwerk für deutsche Außenpolitik an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft und Medien. Als unabhängiger, überparteilicher und gemeinnütziger Verein begleitet sie aktiv die außenpolitische Meinungsbildung auf allen Ebenen. Zu den Aufgaben der DGAP gehören konstruktive und kontroverse Diskussionen in Vortragsveranstaltungen, Konferenzen und Studiengruppen, praxisbezogene Analysen durch die Wissenschaftler im Forschungsinstitut der DGAP, aktuelle und vertiefende Publikationen durch die Zeitschrift „Internationale Politik“, das “Jahrbuch Internationale Politik” und die Veröffentlichungen des Forschungsinstituts sowie sachgerechte und umfassende Dokumentation durch die Bibliothek und Dokumentationsstelle.
Die DGEJ ist ein Zusammenschluss von zirka 850 Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Institutionen in Deutschland und im Ausland. Die Erforschung der für das 18. Jahrhundert relevanten Themenkomplexe ist ihre zentrale Aufgabe. Die DGEJ widmet sich der Fragen
wirkungs-, rezeptions- und ideengeschichtlicher Kontinuität und Diskontinuitäten seit der Frühen Neuzeit in den hierfür bedeutsamen Disziplinen. Die DGEJ trägt der zentralen Bedeutung des 18. Jahrhunderts für das Selbstverständnis der Moderne durch entsprechende Forschungsaktivitäten Rechnung, und zwar sowohl im deutschsprachigen Raum wie auch in Zusammenarbeit mit anderen nationalen Gesellschaften. Sie initiiert bilaterale Veranstaltungen und knüpft internationale wissenschaftliche Beziehungen und gibt Anregungen dazu, die Forschungsergebnisse einzelner Fachrichtungen interdisziplinär auszuwerten und durch fächerübergreifende Studien zu ergänzen. Die Ergebnisse ihrer Forschungen sind dokumentiert in den Publikationen der Gesellschaft.
Die 1901 gegründete DGGMNT ist die älteste wissenschaftshistorische Fachgesellschaft der Welt. Aufgaben der Gesellschaft sind Pflege und Förderung der Geschichte der Medizin, Naturwissenschaften und Technik unter Berücksichtigung der allgemeinen Wissenschaftsgeschichte, die Verbreitung entsprechender Forschungsergebnisse und deren Nutzbarmachung für Wissenschaft, Forschung und Praxis. Die Gesellschaft pflegt Verbindungen zu deutschen, ausländischen und internationalen Fachgesellschaften, die sich ebenfalls den von ihr vertretenen Gebieten widmen. Eine besondere Aufgabe sieht die DGGMNT in der Förderung des Nachwuchses.
Die 1913 gegründete DGO ist die größte deutschsprachige wissenschaftliche Fachorganisation für den mittel- und osteuropäischen Raum. Sie ist eine unabhängige, überparteiliche Institution, die länder- und fächerübergreifend den Diskurs der Disziplinen in Deutschland organisiert. Im Mittelpunkt stehen dabei Mittel- und Osteuropa, der Kaukasus und Zentralasien. Als renommiertes Forum wirkt die DGO für die wissenschaftlich-publizistische Erörterung der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen und für den Dialog zwischen Ost und West.
Das Kulturforum versteht sich als Vermittler zwischen Ost und West, zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, zwischen Institutionen und Einzelinitiativen. Mit seiner Arbeit leistet es einen aktiven Beitrag zu internationaler Verständigung und Versöhnung in einem zusammenwachsenden Europa. Es engagiert sich für eine kritische und zukunftsorientierte Auseinandersetzung mit der Geschichte jener Gebiete im östlichen Europa, in denen früher Deutsche gelebt haben bzw. heute noch leben. Im Dialog mit Partnern aus Mittel- und Osteuropa will das Kulturforum die Geschichte dieser Regionen als verbindendes Erbe der Deutschen und ihrer östlichen Nachbarn entdecken und einem breiten Publikum anschaulich vermitteln.
Das 1988 gegründete DFHK ist eine Vereinigung deutscher und französischer Historiker sowie Wissenschaftler benachbarter Fachrichtungen, die mit geschichtswissenschaftlichen Methoden arbeiten. Ihre Ziele sind die Förderung der Erforschung der deutsch-französischen Beziehungen, der Geschichte des jeweiligen Nachbarlandes und beider Länder im Vergleich im 19. und 20. Jh. Das DFHK versteht sich aufgrund seiner Zielsetzung als binational und fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen deutschen und französischen Fachkollegen.
Die 2004 gegründete ESEMP versteht sich als ein philosophisches, interdisziplinär orientiertes Forum zur Erforschung der frühen Neuzeit in allen Teilepochen von Spätscholastik, Renaissance, Humanismus, Reformation nis Frühaufklärung in ihrem europäischen Gesamtzusammenhang untersucht. Der ESEMP gehören namhafte Wissenschaftler verschiedener Nationen an. Die ESEMP.
Die gdpv möchte einen Beitrag dazu leisten, in den deutsch-polnischen Beziehungen die Entfremdung vergangener Jahrzehnte zu überwinden. Die Wurzeln der gemeinsamen Vergangenheit sollen wiederentdeckt und zugänglich gemacht werden. Im erweiterten Europa erlebt das regionale Bewusstsein, das Besinnen auf die „kleine Heimat“ verstärktes Interesse. Diesen Ansatz greift die gdpv auf. Schlesien als Bezugsraum der gdpv-Aktivitäten zeichnet sich durch reiche und wechselvolle Geschichte aus, die über Jahrhunderte an einer Schnittstelle zwischen deutscher, polnischer und tschechischer Geschichte und Kultur verlief.
Als eine der ältesten Einrichtungen zur Forschungsförderung in Deutschland fördert die Georg-Agricola-Gesellschaft die Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik durch die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses, des interdisziplinären Forschungsaustauschs, durch die Publikation neuer Forschungsergebnisse, die Editionen seltener historischer Quellenwerke sowie Tagungen.
Die 1947 gegründete GfdS ist eine politisch unabhängige Vereinigung zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache. Ihre Aufgabe ist es, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die deutsche Sprache zu vertiefen und ihre Funktion im globalen Rahmen sichtbar zu machen. Die GfdS hat sich zum Ziel gesetzt, die Sprachentwicklung kritisch zu beobachten und auf der Grundlage wissenschaftlicher Forschung Empfehlungen für den allgemeinen Sprachgebrauch zu geben.
Die Gesellschaft für Exilforschung e.V. setzt sich zum Ziel, die kulturellen, wissenschaftlichen, künstlerischen und politischen Leistungen der deutschsprachigen Emigration 1933-1945 zu erforschen und zu vermitteln. Sie fördert den Dialog zwischen Betroffenen, nachfolgenden Generationen, Wissenschaftlern und Interessierten. Weitere Aufgaben sieht die Gesellschaft in der Auseinandersetzung mit aktuellen Asyl- und Wanderungsbewegungen.
Ziel der Gesellschaft ist die Erforschung der Geschichte im Bereich des ehemaligen fränkischen Reichskreises, seiner Territorien und angrenzenden Gebiete. Dies geschieht durch eine den Anforderungen der Geschichtswissenschaften entsprechende Bearbeitung der Quellen aus der Politik-, Rechts-, Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie der Kirchen-, Kunst- und Kulturgeschichte, der Münzkunde, der Genealogie, Sphragistik und Heraldik. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Arbeit macht die Gesellschaft durch Editionen und Darstellungen allgemein zugänglich und verwertbar. Geschichte, Kunst und Kultur Frankens stehen im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeit.
Die 1958 gegründete Gesellschaft für Geistesgeschichte und plädiert für eine stärkere Berücksichtigung meist vernachlässigter Quellengattungen in der geistesgeschichtlichen Forschung. Basierend auf den wissenschaftstheoretischen Gedanken Wilhelm Diltheys versucht die Gesellschaft, den "Zeitgeist" zu erfassen, wie er in den Manifestationen des geistigen Lebens – Philosophie, Kunst, Religion, Staat, Politik, Wirtschaft, Recht usw. – zum Ausdruck kommt. Parallel zu interdisziplinären Forschungsvorhaben gibt die Gesellschaft die Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte heraus. Thematisch ist die Zeitschrift offen für wissenschaftliche Aufsätze, die sich mit Fragestellungen und Themen an den Schnittstellen von Religions- und allgemeiner Geistesgeschichte beschäftigen. Die ZRGG begreift sich als ein internationales Forum für den Austausch von Forschungsergebnissen und –problemen dient.
Die 1992 gegründete GHM setzt sich die Förderung der historischen Migrationsforschung unter Einbeziehung interdisziplinärer Fragestellungen zum Ziel. Die GHM will in diesem Bereich einen ständigen Informationsaustausch ermöglichen und Aktivitäten koordinieren. Als bundesweiter Fachverband strebt die GHM ferner die Kooperation mit anderen Institutionen und Initiativen an. Die GHM veranstaltet Tagungen und Symposien, gibt Publikationen heraus uns verleiht jährlich einen Förderpreis.
Die 1988 gegründete GÜSG und die 1999 gegründete FVEUG sind formal zwei voneinander unabhängige Einrichtungen, aber in den jeweiligen Satzungen unauflöslich miteinander verklammert. Die Stiftung verwaltet vorrangig das Stiftungsvermögen, während die GÜSG bestrebt ist, die im In- und Ausland an Überseegeschichte Interessierten zu gemeinsamem Tun zu sammeln, die wissenschaftlichen Arbeiten zu fördern, Überseegeschichte publik zu machen und stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, nicht bekannte Quellen und Sammlungen mit einschlägigem Bezug zu sichern und zu erschließen, Beratungstätigkeiten zu vermitteln und dadurch Fachwissenschaftlern und Institutionen ein geeignetes Forum der Begegnung und Kontaktpflege, des Austauschs und der Vermittlung von Informationen zu bieten. Dazu dienen die Jahrestagungen und Mitgliederversammlungen der GÜSG sowie ihre Publikationen.
Die 1965 gegründete Gesellschaft widmet sich der Förderung der Wissenschaftsgeschichte in allen Bereichen. Dieser Aufgabe kommt sie durch eigene wissenschaftliche Tagungen, Teilnahme an internationalen Tagungen, durch Informationen über den fachlichen Stand und die Entwicklung der Wissenschaftsgeschichte, durch Beratungstätigkeit zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Fragen der Ausbildung, Weiterbildung und Berufsausübung, sowie durch die ideelle und finanzielle Unterstützung wissenschaftlicher Vorhaben auf den wissenschaftshistorischen Fachgebieten. Die Gesellschaft gibt die „Berichte zur Wissenschaftsgeschichte“ heraus.
Die 1995 gegründete GUW legt ihrer Arbeit einen Wissenschaftsbegriff zugrunde, der ein Auseinanderdriften der "zwei Kulturen", der Geistes- und Naturwissenschaften nicht zulässt. Die GUW betrachtet Universität, Bildung und Wissenschaft als ein historisch gewachsenes, vielfach vernetztes soziales und kulturelles System. Sie greift eine methodisch und perspektivisch eigenständige Forschungsrichtung auf, die sich in der jüngeren und jüngsten Vergangenheit als eine verfassungs-, sozial- und kulturgeschichtlich zentrierte Universitätsgeschichte zwischen den institutionell etablierten Arbeitsfeldern ‘Bildungsgeschichte’ und ‘Wissenschaftsgeschichte’ erfolgreich angesiedelt hat. Sie möchte vor allem die langfristigen Veränderungen verständlich machen, die Universität, Bildung und Wissenschaft in vormodernen und modernen Gesellschaften hervorgerufen haben. Die GUW fördert durch länderübergreifende und interdisziplinäre Projekte und Tagungen die wissenschaftliche Forschung und Lehre und publiziert einschlägige Abhandlungen zum Thema.
Als Institution zur Förderung des wissenschaftlichen Austauschs organisiert die GUG Vortragsveranstaltungen, Symposien und Arbeitskreise. Als Mittlerin zwischen Wissenschaft und Praxis versteht sich die GUG als Netzwerk zur Förderung des Dialogs zwischen Unternehmen und Wissenschaftlern. Über dieses Netzwerk können Unternehmen aktuelle Problemstellungen in die wissenschaftliche Diskussion einbringen. Die GUG steht den Unternehmen in allen Fragen rund um die Darstellung ihrer Geschichte zur Seite. Sie bietet ihre Unterstützung beim Aufbau von Firmenarchiven und bei der Dokumentation und Publikation von Unternehmensgeschichten an.
Die 1876 gegründete Görres-Gesellschaft ist eine der ältesten deutschen Wissenschaftsgesellschaften. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, in Bewahrung ihres im katholischen Glauben wurzelnden Gründungsauftrages wissenschaftliches Leben auf den verschiedenen Fachgebieten anzuregen, die Gelegenheit zum interdisziplinären Austausch zu bieten und den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Die Gesellschaft gliedert sich in 21 Sektionen, veranstaltet Tagungen, gibt Publikationen heraus und unterhält mehrere Forschungsinstitute im Ausland.
Die 1991 gegründete Historische Gesellschaft der Deutschen Bank e.V. verfolgt das Ziel, Die Geschichte des Bankwesens und seines politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Umfeldes in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Im besonderen bedeutet dies, bank- und wirtschaftsgeschichtliche Zusammenhänge und jene richtungweisenden Innovationen aufzuzeigen, welche die wirtschaftliche und soziale Entwicklung nachhaltig beeinflusst haben. Erklärtes Ziel der Gesellschaft ist auch, die spezifische Entwicklung und damit die „Identität“ der Deutschen Bank sichtbar zu machen und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter durch Stärkung des historischen Bewusstseins im Konzern zu fördern. Dabei arbeitet die Gesellschaft jedoch unter der Prämisse, keine nostalgischen Reminiszenzen, keine romantische Verklärung der Vergangenheit zu pflegen, sondern Sachinformation und Orientierungswissen zu bieten.
Vereinszweck des 1856 gegründeten HVE ist die Erforschung der Geschichte und Altertümer Ermlands bzw. der preußischen Provinz Ostpreußen. Seit 1955 umfasst der Arbeitsbereich auch die wissenschaftliche Erforschung der Kirchen- und Kulturgeschichte des gesamten alten Preußenlandes sowie Ost- und Westpreußens. An die Stelle der Heimatgeschichte ist dabei allmählich eine Geschichtsforschung getreten, die sich den Zielen und Methoden der modernen Regionalgeschichtsforschung verpflichtet weiß. Dementsprechend sucht der Verein zunehmend engeren Kontakt mit der polnischen Forschung.
Ziel des Arbeitskreise ist es, außereuropäische Erfahrungswelten stärker in das Bewusstsein einer "allgemeinen Geschichtswissenschaft zu heben, den nationalen und internationalen Austausch auf dem Gebiet der außereuropäischen Geschichtsforschung zu fördern und zu intensiveren, ein wissenschaftliches und wissenschaftspolitisches Netzwerk auf dem Gebiet der außereuropäischen Geschichtsforschung aufzubauen, Themen und Forschungen zur außereuropäischen Geschichte in der Wissenschafts- und Kulturlandschaft der Bundesrepublik inner- wie außerhalb der Universitäten und besonders in den Schulen dauerhaft zu verankern und die stärkere Berücksichtigung außereuropäischer Erfahrungswelten in Schul- und Hochschulcurricula durchzusetzen.
Die IBG ist ein unabhängiges Gesprächsforum für die wissenschaftlichen Bemühungen um das Medium Buch. Ihre Aufgabenschwerpunkte sind die Förderung des Informationsaustausch von Buchwissenschaftlern, die Positionierung des Buchs im Mediensystem, die Verbreitung der Forschung und Lehre zum Buch, die Förderung des Stellenwerts und der Funktion des Mediums Buch sowie die Verstärkung internationaler buchwissenschaftlicher Kontakte
Durch regelmäßige Tagungen und Publikationen soll Schulbuchforschern ein Forum geboten und gleichzeitig die Möglichkeit geschaffen werden, Einzeluntersuchungen stärker aufeinander zu beziehen und zu vernetzen sowie im internationalen Kontext zu diskutieren. Dabei sollen schulbuchtheoretische und forschungsmethodische Fragestellungen verfolgt und Probleme der Schulbuchentwicklung und -revision reflektiert werden. Ferner ist die Gesellschaft bestrebt, einen Dialog zwischen Schulbuchforschern, -autoren und -verlagen, Lehrenden, Schülern und der interessierten Öffentlichkeit anzuregen.
Die ICLS widmet sich der Erforschung der höfischen und hofnahen Kulturen des europäischen Mittelalters. Die Ausrichtung der ICLS ist dezidiert interdisziplinär, die Forschungsinteressen umfassen volkssprachige wie lateinische Literatur, Geschichte und Kunstgeschichte. Die Forschung aus dem Bereich der Musikwissenschaft, der Kunstgeschichte, des Mittellatein und der Geschichte ist ebenso in das Interessensspektrum der Gesellschaft einbezogen wie Beiträge zu allen Gattungen aus allen Volkssprachen der Zeit.
Der 1951 gegründete Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte hat es sich zur Aufgabe gemacht, wichtige und weiterführende Fragestellungen im Bereich der Mittelalterforschung zu entwickeln und führt dazu mit Fachleuten aus ganz Europa zweimal im Jahr Tagungen durch.
Die KuPoGe ist ein bundesweiter Zusammenschluss kulturpolitisch interessierter und engagierter Menschen aus den Bereichen Kulturarbeit, Kunst, Politik, Wissenschaft, Publizistik und Kulturverwaltung. Sie bildet keinen berufsständigen Interessenverband, sondern will neue Leitbilder und Zielsetzungen für Kulturpolitik entwickeln. Die KuPoGe ist somit eine Innovationsagentur für neue kulturpolitische Programme und Konzepte, Trägerschaftsstrukturen und Finanzierungsmodelle. Das zeigt sich nicht zuletzt in ihrem aktuellen Engagement im Rahmen der regionalen Kulturpolitik wie auch bei der kommunalen Kulturverwaltungsreform.
MitOst ist ein internationaler Verein mit Sitz in Berlin. Er wurde 1996 von Lektoren der Robert Bosch Stiftung als Plattform für die Vernetzung und Projektarbeit gegründet. Seitdem sind Tätigkeitsprofil und Netzwerk des Vereins stetig gewachsen. Heute bietet MitOst ein gemeinsames Dach Stiftungsprogramme, internationale Projekte, Alumnigruppen, das jährliche MitOst-Festival und vielfältiges Engagement im Bereich "Kulturaustausch" und "Bürgerschaftliche Bildung und Partizipation". Der Verein fördert den Austausch und die Kooperation zwischen Kulturschaffenden in Europa und stärkt zivilgesellschaftliche Akteure und gesellschaftliches Engagement.
Die 1980 gegründete Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft ist eine internationale Vereinigung von Mediävisten aller Disziplinen. Ihre Ziele sind die Erforschung von Leben und Werk des Ritters, Dichters und Sängers Oswald von Wolkenstein (1376/77-1445) sowie interdisziplinäre Forschungen zur gesamten Kultur des europäischen Spätmittelalters. Die Gesellschaft veranstaltet regelmäßig wissenschaftliche Tagungen, Kolloquien und Symposien.
Die Ranke-Gesellschaft ist ein Verein für engagierte Historikerinnen und Historiker aller Bereiche an Universitäten und Forschungseinrichtungen, für Lehrer/innen sowie für alle historisch Interessierten. Sie veranstaltet Konferenzen, gibt zwei historische Zeitschriften heraus und führt in ihren Projekten und Publikationen verschiedene Perspektiven aus dem Spektrum der Geschichtswissenschaften zusammen. Leitbilder sind dabei die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und die Diskussion auch kontroverser Themen. Dazu gehört die Diskussion neuer Ansätze in der Geschichtswissenschaft in gleichem Maße wie die Vernetzung von „Querdenkern“ und jüngeren Historiker/innen in Studium und Beruf.
Die 1952 gegründete SOG ist eine Mittlerorganisation in der politischen, wissenschaftlichen und soziokulturellen Auseinandersetzung mit Südosteuropa. Sie gehört zu den wichtigen Trägern der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik. Durch ihre Veranstaltungen, Publikationen und durch das im Kreis ihrer Mitglieder vereinte Expertenwissen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien bietet die SOG ein Forum für den Dialog zwischen Deutschland und den südosteuropäischen Ländern und sowie für die politikberatende wie politikbegleitende Diskussion. Im Bereich Forschung und Zusammenarbeit fördert die SOG die Entwicklung von Partnerschaften und Netzwerken mit Personen, Organisationen und Institutionen in Südosteuropa, Deutschland und der weiteren internationalen Fachwelt.
Der AGE-Verein will in enger Kooperation zwischen Universität und Schule auf die mit der antiken Geschichte gegebene europäische Dimension und das aus ihr erwachsende Zukunftspotential öffentlich aufmerksam machen. Angesichts der zunehmenden Tendenz, Alte Geschichte in den Lehrplänen zeitlich und inhaltlich zu kürzen, entstand auf dem Historikertag 1992 die Sektion "Alte Geschichte heute. Fachwissenschaft, Fachdidaktik und schulische Wirklichkeit", aus der 1994 der AGE-Verein hervorging, der auf dem Gebiet der Antikengeschichte Fortbildungen anbietet und Lobbyarbeit leistet.
Der 1883 gegründete VRG setzt sich die Anregung und Förderung der Grundlagenforschung im Bereich der Reformationsgeschichte zum Ziel. Um die Erforschung der reformatorischen Bewegung, ihrer Voraussetzungen, Geschichte und Wirkungen zu fördern und für die Verbreitung der wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zu sorgen, gibt der Verein Publikationen heraus und veranstalt und nationale und internationale Symposien und Tagungen. Derzeit gehören dem VRG 254 Privatpersonen und 136 Institutionen als Mitglieder an.
Der 1992 gegründete internationale Wartburg- Gesellschaft gehören Vertreter der Wissenschaft und Institutionen wie Museen und staatliche Schlösserverwaltungen aus zwölf mittel- und osteuropäischen Staaten an. Die Wartburg-Gesellschaft möchte der Burgen- und Schlossforschung ein unabhängiges, interdisziplinäres und internationales wissenschaftliches Forum bieten. Fächerübergreifende Arbeit in den Bereichen Baugeschichte, Kunstgeschichte, Archäologie, Germanistik, Naturwissenschaften, Geschichte, Sozialgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Landeskunde und Denkmalpflege ist für die Erforschung von Burgen, Schlössern, Wehranlagen und Adelssitzen grundlegend. Angesprochen sind. Die Wartburg-Gesellschaft führt Tagungen und Publikationsprojekte durch und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs.
