Prof. Dr. Jürgen Osterhammel (Konstanz): Buchpräsentation "Historia XIX wieku. Przeobrażenie świata"

Vortrag

Di. 30.09.2014 | 18:00 -
Di. 30.09.2014 | 20:00 Uhr
Warschau

Weltgeschichte und Globalgeschichte genießen neuerdings große Popularität bei einem breiteren Lesepublikum und werden auch von Fachhistorikern ernster genommen als früher. Als plausibel und zeitgemäß gilt ihr Ansatz, den Gesichtspunkt großräumiger „Konnektivität“ und Vernetzung, der die heutige Alltagserfahrung prägt, auf frühere Zeiten zurück zu projizieren. Dies kann unter anderem in global angelegten Portraits einzelner Epochen geschehen. Den Vorzügen dieses Ansatzes stehen jedoch einige Probleme gegenüber, die sowohl grundsätz-licher als auch praktischer Art sind. Der Vortrag wird am Beispiel des 19. Jahrhunderts eine Abwägung versuchen.

Jürgen Osterhammel (geb. 1952) ist nach Professuren in Hagen und Genf seit 1999 Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und neueste Geschichte an der Universität Konstanz. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Geschichte internationaler und interkultureller Beziehungen, Kolonialismus, Imperialis-mus, sowie Ideengeschichte und Historiographiegeschichte, neuerdings auch die Sozialgeschichte der Musik. Sein Buch Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts (München, 2009) wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet ist auch sowohl in der polnischen, als auch in der amerikanischer und chinesischen Sprachversion erhältlich; Übersetzungen ins Russische und Französische sind in Arbeit. Am 24. Oktober 2014 wird ihm der Sigmund Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen werden.

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Nov
Kolloquium
Maren Hachmeister (Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, München)
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