Besatzungskonzeption im Zweiten Weltkrieg

Am 6. September 2022 fand im Konferenzsaal des DHI Warschau der Workshop „Gewalt und Fremdherrschaft im Zeitalter der Extreme. Besatzungskonzeption im Zweiten Weltkrieg“ statt. Die Veranstaltung war Teil des vom Forum Unna veranstalteten Bildungsurlaubs in Warschau.

Das Programm der 14-köpfigen Gruppe informierte über die deutsche und jüdische Vergangenheit Warschaus, über den Zweiten Weltkrieg und auch über die heutige politische Situation in Polen einschließlich eines Treffens mit Abgeordneten im Sejm. Im DHIW beschrieb der wissenschaftliche Mitarbeiter Ralf Meindl in einem einstündigen Vortrag die ideologischen Grundlagen der deutschen Besatzungspolitik in Polen während des Zweiten Weltkrieges, die Vorgeschichte und den Verlauf des Überfalls auf Polen 1939 sowie die Details der deutschen Besatzungspolitik in den verschiedenen besetzten polnischen Gebieten.Anschließend wurden vor allem die Auswirkungen dieser historischen Epoche auf das heutige deutsch-polnische Verhältnis diskutiert. Dabei wurde sehr bedauert, dass die Geschichte Polens in Deutschland zu wenig bekannt sei.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wünschten sich mehr politische Bildung zu dieser Thematik und sahen sich selbst als Multiplikatoren gefordert. Sie betonten die Bedeutung von Bildungsreisen und hoben diese ebenso wie die Arbeit des DHI Warschau als wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung in Polen hervor.

07
Dez
Kolloquium
Volodymyr Pylypenko (Ukraine): Publicystyka polska o Kozakach w II pol. XVII wieku: nowe państwo kozackie vs rebelia.
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