Internationale Tagung diskutiert Versailler System in Mittel- und Osteuropa

© Zentrum für die Internationale Debatte Posen

Anlässlich des 100. Jahrestags der Friedensverträge von Versailles, St. Germain und Trianon beschäftigte sich die Konferenz „Sto lat traktatu pokojowego w Wersalu. Nowy porządek w dziejach Europy.“ [100 Jahre Friedensvertrag in Versailles. Eine neue Ordnung in der Geschichte Europas.] mit dem Versailler System in Mittel- und Osteuropa.

Die gemeinsam vom DHI Warschau, der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit, dem Zentrum für die Internationale Debatte (Ośrodek Debaty Międzynarodowej) Posen und der Akademie für Wirtschafts- und Geisteswissenschaften (Akademia Ekonomiczno-Humanistyczna) Warschau organisierte Tagung fand am 11. und 12. Juli 2019 im historischen Działyński-Palais, dem Sitz der Bibliothek von Kórnik (Biblioteka Kórnicka) am Posener Altmarkt, statt. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand neben den Auswirkungen für Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa die Bedeutung dieser Region für die gesamteuropäische Nachkriegsordnung, wobei spezielle Aufmerksamkeit den historiografischen, wirtschaftlichen und vergleichenden Aspekten gewidmet wurde.

Referenten aus Deutschland, Polen, Albanien, Italien, der Slowakei, Österreich, Russland und den USA diskutierten intensiv über die Interpretationen des „Versailler Systems“ mit Hinblick auf seine epochenübergreifenden Kontinuitäten, Folgen und (In)Stabilistätsfaktoren. Das DHI Warschau war bei der Tagung durch zwei Vorträge vertreten: Maciej Górny sprach anhand seiner neuen Monografie über die Rolle der Geografen während der Pariser Friedensverhandlungen. Miloš Řezník beschäftigte sich mit den Strategien der Interessenvertretung „kleiner“ ethnisch-regionaler Gruppen am vergleichenden Beispiel der Kaschuben in Pommerellen, der Sorben in der Lausitz und der Ladiner in Südtirol.


03
Sep
Tagung
Besatzungspolitik im nationalsozialistischen Deutschland. Pommern im Herbst 1939 und Pommersche Verbrechen
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