Medaille Lux et Laus des Polnischen Mediävistenverbandes für Prof. Dr. Eduard Mühle

Am 15. Oktober 2021 wurde Prof. Dr. Eduard Mühle, Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte Ostmittel- und Osteuropas an der Westälischen Wilhelms-Universität Münster mit der Medaille Lux et Laus des Polnischen Mediävistenverbandes ausgezeichnet. Geehrt wurden seine hervorragenden Verdienste in der Erforschung des Mittelalters sowie sein herausragender Beitrag zur Zusammenarbeit mit der polnischen Mediävistik.

Die Verleihung der Medaille, mit der zuvor u.a. Historiker wie Jacques LeGoff, Otto-Gerhard Oexle, Klaus Zernack und Henryk Samsonowicz ausgezeichnet worden waren, erfolgte im Rahmen einer feierlichen Sitzung des Polnischen Mediävistenverbandes im Königlichen Schloß zu Warschau. Während der Verleihung würdigte der Vorsitzende des Mediävistenverbandes, der Breslauer Mediävist Prof. Dr. Stanisław Rosik, die vielfältigen wissenschaftlichen Arbeiten des Geehrten. Dabei hob er insbesondere die 2020 erschienene umfassende Geschichte der Slawen im Mittelalter hervor. Die vom DHI Warschau geförderte Studie liegt inzwischen auch in einer polnischen Ausgabe vor und wird demnächst zudem in einer tschechischen und englischen Version erscheinen.

Neben Mühles innovativen Forschungsbeiträgen, die sich immer wieder in großen Synthesen und eingängigen Narrationen niederschlagen, standen die zahlreichen Initiativen und Projekte im Zentrum der Verleihung. Mit diesen konnte er zu einer deutlichen Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen polnischen und deutschen Historikern und zur Verbreitung von Kenntnissen über das polnische Mittelalter in Deutschland beitragen — nicht zuletzt während seiner Zeit als Direktor des DHI Warschau (2008-2013). Derzeit arbeitet der Historiker als Fellow-in-Residence in der DHIW-Außenstelle Prag an einer neuen neuen Gesamtdarstellung der Geschichte der deutsch-polnischen Nachbarschaft.

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