Neuerscheinung: Iwona Dadej: Beruf und Berufung transnational

Unter dem Titel "Beruf und Berufung transnational. Deutsche und polnische Akademikerinnen in der Zwischenkriegszeit" ist der 38. Band der Reihe "Einzelveröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts Warschau" erschienen.

Die Studie untersucht die mehrdimensionalen, sich gegenseitig ergänzenden Handlungsräume von Akademikerinnen und ihre Kämpfe um Anerkennung und Gleichstellung in der Weimarer Republik und in der Zweiten Polnischen Republik. Dazu gehörten nationale Vereine wie der Deutsche Akademikerinnenbund und der Polnische Verband von Frauen mit höherem Abschluss, aber auch transnationale Netzwerke.

Aufbauend auf den jeweiligen nationalen Strukturen analysiert die Arbeit die (trans)nationalen Aktivitäten und zeigt, wie dynamisch grenzüberschreitende personelle und professionelle Interaktionen verliefen. Ein besonderer Fokus liegt auf den ersten deutschen und polnischen Juristinnen, die im Deutschen Juristinnenverein bzw. im Verein von Frauen mit juristischer Ausbildung organisiert waren. Die Akademikerinnen der Zwischenkriegszeit vertraten pointiert ihre Interessen, betrieben Bildungsdiplomatie wie geschlechterspezifische Wissenschaftspolitik und wollten nicht zuletzt die Verständigung unter den Nationen fördern.

IWONA DADEJ studierte Geschichte in Krakau und Freiburg i. Br. und ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Institut der Polnischen Akademie der Wissenschaften tätig. Das vorliegende Buch geht auf ihre 2015 an der Freien Universität Berlin vorgelegte Dissertation zurück.

fibre Verlag, Osnabrück 2019
357 S., Abb., geb.
ISBN 978-3-944870-65-6
Redaktion des Bandes: Małgorzata Sparenberg

18
Dez
Kolloquium
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