Neuerscheinung: W namiotach wezyrskich. Komemoracja wojen tureckich w kulturze szlacheckiej

"Unter großen Gefahren entstehen große Dinge." Eine solche Gefahr war im 17. Jahrhundert für die Rzeczpospolita das Osmanische Reich. Die Auseinandersetzung mit der osmanischen Expansion und die Erinnerung daran haben bleibende Spuren materieller und visueller Natur hinterlassen. Sie spiegeln verschiedene Phänomene des Gedenkens an die Türkenkriege in der Adels- und Hofkultur wider, die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Osmanen und der Bedrohung durch sie. Die Angst mischte sich mit der Wertschätzung des Gegners, die Rolle des Bollwerks des Christenheit mit der Faszination für seine Kultur.

Die Autorin konzentriert sich auf die Variabilität der Wahrnehmung der osmanischen Bedrohung sowie der Kommemoration in den Familien Żółkiewski, Sobieski und Radziwiłł und analysiert die Werke und Formen des Gedenkens an den Widerstand gegen die Expansion anhand von Żółkiew (Žovkva) – der Stadt von Hetman Stanisław Żółkiewski und zugleich eine der Lieblingsresidenzen seines Urenkels, Jan III. Sobieski.

Die Publikation erscheint in der Reihe "Silva Rerum" und ist als Kooperation des DHI Warschau mit dem Schlossmuseum König Jan III in Wilanów entstanden. Es handelt sich um die Übersetzung der Dissertation der Verfasserin ins Polnische. In deutscher Sprache erschien sie unter dem Titel „Die Türkenkriege im Spiegel der polnisch-litauischen Adelskultur.  Kommemoration und Repräsentation bei den Żółkiewski, Sobieski und Radziwiłł“ (Ostfildern 2013).

Sabine Jagodzinski: W namiotach wezyrskich. Komemoracja wojen tureckich w kulturze szlacheckiej, aus dem Deutschen: Róża Zielnik-Kołodzińska, Warschau 2020, Palastmuseum Wilanów, 433 S., ISBN 978-83-66-104-52-5. 

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25
Jan
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