Anka Steffen
Zur Person:
Seit Mai 2024 ist Anka Steffen Postdoc am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien im Bereich der Globalgeschichte. Zuvor war sie als Lehrbeauftragte an der Universität Leipzig, als Fellow an der Harvard University sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) tätig. In ihrer Dissertation untersuchte sie die komplexen Verflechtungen des transatlantischen Handels mit schlesischer Leinwand nach Westafrika, in die Karibik und in die Vereinigten Staaten von Amerika in der „langen“ Frühen Neuzeit (ca. 1550–1870) sowie die damit verbundenen strukturellen Interdependenzen ausbeuterischer Arbeitsregime auf beiden Seiten des Atlantiks – der atlantischen Sklaverei und der schlesischen Leibeigenschaft.
Ihr Habilitationsprojekt widmet sich Fragen der industriellen Entwicklung in „Osteuropa“ vor dem Hintergrund imperial-kolonialer Ausbeutungsprozesse im 19. und frühen 20. Jahrhundert. In wissenschaftlich entspannteren Momenten arbeitet sie an einer kritischen Edition des Tagebuchs eines schlesischen Leinwandkaufmanns, das er während dessen Lehrreise durch Nordwesteuropa in den Jahren 1774/75 schrieb.
Publikationen:
- Am leinenen Faden. Schlesiens Wirtschaft im globalen Kontext der frühen Neuzeit. In: Beiträge zur Globalgeschichte 5, Franz Steiner Verlag, Stuttgart, 2025.
- Silesia, Serfdom and Slavery – A Relationship History from the Late Seventeenth to the Early Twentieth Century. In: Journal of Global Slavery 8/2-3 (2023), S. 237–268.
- A Cloth that Binds: New perspectives on the Eighteenth-century Prussian Economy. In: Slavery & Abolition 42/1 (2021), S. 105–129.