Katrin Janz-Wenig
Katrin Janz-Wenig studierte Germanistik, Italianistik und Musikwissenschaft an den Universitäten Würzburg und Padua. Sie promovierte an der Universität Würzburg in Älterer Deutscher Philologie. In ihrer Dissertation befasste sie sich mit den Beziehungen und Einflüssen mittelalterlicher lateinischer Predigten auf volkssprachliche religiöse Texte des 13. bis 15. Jahrhunderts. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte an der Universität Würzburg. 2012 katalogisierte sie mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften an der Kantonsbibliothek Vadiana in St. Gallen. Danach arbeitete sie an der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, wo sie im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts mittelalterliche Handschriften erschloss. Von Januar 2015 bis Juli 2020 war sie Mitarbeiterin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Wien), in der Abteilung für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters, wo sie für die Katalogisierung der Handschriften in der Bibliothek der Augustinerchorherren Klosterneuburg verantwortlich war. Seit August 2020 ist sie Kuratorin der Handschriftensammlung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Kodikologie und Handschriftenerschließung, sowie Bibliotheks- und Sammlungsgeschichte, wie auch in der Überlieferung und Rezeption mittelalterlicher geistlicher Literatur, insbesondere Predigten sowie Abhandlungen über die Passion Christi.
Publikationen:
- Ein Ehrenschrank im Tresor. Die Codices in scrinio der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, in: Jahrbuch für Buch- und Bibliotheksgeschichte 10 (2025), S. 45–74.
- Katalog der Handschriften des Augustiner Chorherrenstiftes Klosterneuburg, Teil IV,1: Aus den Cod. 301–400, bearbeitet von Katrin Janz-Wenig, unter Mitarbeit von Maria Stieglecker, hrsg. von Christine Glaßner (Österreichische Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Klasse 526 = Veröffentlichungen zum Schrift- und Buchwesen des Mittelalters II,4,1), Wien 2020.
- Die mittelalterlichen Handschriften der Signaturengruppen E, F, G, N und P in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. Beschrieben von Monika E. Müller und Katrin Janz-Wenig, hrsg. von Irmgard Siebert und Anne Liewert (Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf: Kataloge der Handschriftenabteilung, Band 5), Wiesbaden 2017.
- Decem gradus amoris deutsch. Entstehung, Überlieferung und volkssprachliche Rezeption einer lateinischen Predigt. Untersuchung und Edition (Texte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit 56), Berlin 2017.
- Die mittelalterlichen Handschriften und Fragmente der Signaturengruppe D in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. Beschrieben von Katrin Janz-Wenig, Monika E. Müller und Gregor Patt. 2 Bd.e, hrsg. von Irmgard Siebert und Anne Liewert (Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf: Kataloge der Handschriftenabteilung,
Band 4), Wiesbaden 2015.
