Als Orte des Holocaust werden vor allem die nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern erinnert. Aber rund ein Viertel aller europäischen Juden und Jüdinnen, die von den Deutschen – mit freiwilliger sowie erzwungener lokaler Unterstützung – ermordet wurden, starben in Massenerschießungen in der Nähe ihres Zuhauses.
Im Rahmen des Projekts „Massengräber des Holocaust“ konnte eine interaktive Karte erstellt werden, auf der die Massengräber des Holocaust im Generalgouvernement verzeichnet sind.
Die Beschreibungen werden sukzessive um historische Archivquellen ergänzt. Damit ist es möglich, Informationen nach verschiedenen Kriterien zu suchen und zu sortieren, zum Beispiel nach Ortsnamen, Opferzahl oder danach, ob sich die Grabstätten auf einem jüdischen Friedhof oder außerhalb davon befinden.
Die digitale Landkarte wurde außerdem um zusätzliche kartographische Daten angereichert, die der Holocaustforschung in dieser Form erstmalig zugänglich gemacht werden.
Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie auf www.dhi.waw.pl