Eröffnung der Fotoausstellung „Bericht aus der belagerten Stadt Tschernihiw“ in Schwerin

Ausstellung

Mi. 28.08.2024 | 16:00 Uhr
Prof. Dr. Ruth Leiserowitz
Schwerin

Sie zeigen zerschossene Häuser, zerstörtes Kriegsgerät, Menschen, die sich um eine behelfsmäßige Wasserleitung drängen: Die Fotos dokumentieren den Alltag eines Krieges, der seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine im dritten Jahr tobt. Es sind Aufnahmen aus Tschernihiw, einer Stadt nordöstlich von Kiew, die von der russischen Armee zu Beginn des Krieges 38 Tage lang belagert wurde. Nach dem Abzug der Russen Ende März 2022 waren in Tschernihiw über 700 getötete Zivilisten zu beklagen, dazu massive Zerstörungen der Infrastruktur, zerstörte Straßen, Schulen, Bibliotheken. Der ukrainische Präsident Volodymyr Selensky verlieh der Stadt am 6. März den Titel „Heldenstadt der Ukraine“ – eine Auszeichnung, die bereits die Städte Volnovaha, Gostomel, Mariupol, Charkiw und Cherson erhalten hatten.

Die Ausstellung zeigt Bilder des Physikers und Fotografen Valentyn Bobyr, ergänzt durch Texte des Journalisten Vladyslav Savenok. Beide Männer sind eng mit Tschernihiw verbunden. Sie dokumentieren die massiven Zerstörungen in der historischen Stadt, deren Anfänge auf die Kiewer Rus zurückgehen. Tschernihiw hat etwa 300.000 Einwohner, vor dem Krieg war die Stadt wegen zahlreicher mittelalterlicher Sakralbauten ein Touristenmagnet.

Die Ausstellung kuratierten: Beata Jurkowicz, Kinga Wołoszyn-Kowanda, Wolodymyr Pylypenko

Graphisches Design: Lech Rowiński (Beton)
Produktion: Deutsches Historisches Institut Warschau

28
Aug
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Eröffnung der Fotoausstellung „Bericht aus der belagerten Stadt Tschernihiw“ in Schwerin
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