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Vortrag

Prof. Ute Frevert: The Politics of Humiliation: Shame and Shaming in Modern History

Datum und Ort

Di. 24.03.2026 | 17:00

Prag

Demütigung ist ein heiß diskutiertes Thema. Viele Menschen behaupten, sich gedemütigt zu fühlen - entweder durch andere Personen oder durch soziale und politische Strukturen, die ihnen angeblich Respekt und Anerkennung verweigern. Expert:innen für internationale Beziehungen sprechen sogar von einem Demütigungssyndrom, während Soziolog:innen feststellen, dass öffentliche Ressentiments in Demütigungsgefühlen begründet sind. Der Vortrag untersucht, ob und warum die menschliche Sensibilität gegenüber demütigenden Praktiken in den letzten drei Jahrhunderten zugenommen hat. Außerdem beleuchtet er die soziale Funktion von Demütigung und öffentlicher Bloßstellung, sowohl im sozialen Leben als auch in internationalen Angelegenheiten.

Ute Frevert ist Historikerin für moderne europäische Geschichte. Sie hatte Professuren an drei deutschen Universitäten (Berlin, Konstanz, Bielefeld) und in Yale (USA) inne. Im Jahr 2008 trat sie dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin bei und gründete das Forschungszentrum zur Geschichte der Gefühle. Seit 2023 ist sie Präsidentin der Max-Weber-Stiftung. Sie ist Mitglied verschiedener nationaler Akademien und wurde mit renommierten Preisen und Auszeichnungen geehrt. Zu ihren Veröffentlichungen gehören: Männer der Ehre (1995), Eine Nation in Kasernen (2004); Emotionen in der Geschichte – Verloren und wiedergefunden (2011); Die Politik der Demütigung (2020); Die Macht der Emotionen (2023); Die Geschichte der Emotionen schreiben (2024).

Die „Prager Vorträge“ sind eine Kooperation der Prager Außenstellen des Deutschen Historischen Instituts Warschau, des Collegium Carolinum, sowie der Abteilung „Wissen und Partitipation“ des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO), sowie deutsch-tschechischender gemeinsamen Forschungs- und Vermittlungsplattform mit der tschechischen Akademie der WissenschaftenGWZO prague FLÚ.

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