Konferenz: "Res – mobilia. Gegenstände als Symbole von Status, Macht und Funktion"

Am 4.-5. Juni 2018 fand die Konferenz „Res – mobilia. Gegenstände als Symbole von Status, Macht und Funktion“ statt, die Monika Saczyńska und Ewa Wółkiewicz vom Institut für Archäologie und Ethnologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften sowie Dariusz Adamczyk vom Deutschen Historischen Institut Warschau konzipierten. Sie stellte bereits die vierte Veranstaltung der 2006 initiierten Tagungsreihe „Materielle Kultur und Gesellschaftsgeschichte” dar. Das Thema kreiste diesmal um gesellschaftliche Funktionen der mobilia. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen versuchten anhand einer breiten Quellenbasis, die Sprache der Gegenstände zum Ausdruck zu bringen. In erster Linie wurden die Funktionen der Gaben besprochen: als zivilisatorische Botschaft, als Verbreitung von Moden, als Symbole bestimmter Gebiete. Gaben sollten helfen, Gefolgsleute und Klienten zu gewinnen, konnten aber ebenso gut abgelehnt oder zerstört werden. So entwickelten sich Gegenstände zu „Akteuren” im Prozess der gesellschaftlichen Kommunikation und Interaktion, die Prestige und Macht, Sitten und Gewohnheiten, verschiedene Geschmäcke und Stile beinhalteten.

Es wurde darauf hingewiesen, dass die Sprache der Gegenstände nicht lediglich als Symbol von Herrschaft, Reichtum und gesellschaftlichem Status fungierte. Gegenstände dienten ebenfalls zur Bekämpfung einer Gruppe oder einer Person, die sie vertrat. In diesem Fall richtete sich die Aggression gegen das Symbol (bestimmter Gegenstand), nicht direkt gegen die Person.

Die verschiedenen Forschungsperspektiven der versammelten Historiker, Kusthistoriker und Archäologen halfen, ein mehrdimensionales Bild zu skizzieren, in dem sich unterschiedliche Quellenarten widerspiegeln. Die Veröffentlichung der Vorträge ist geplant.

05
Sep
Kolloquium
Mariusz Kałczewiak (Universität Potsdam)
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