Prof. Dr. Stefan Berger (Bochum): "Erinnerungspolitik und die Produktion von Erinnerungsstätten in Europa - einige konzeptionelle Überlegungen und praktische Beispiele"

Vortrag

Di. 25.11.2014 | 18:00 -
Di. 25.11.2014 | 20:00 Uhr
Warschau

Europa baut sich zurzeit ein Haus der Geschichte. In vielen europäischen Staaten blühen Diskurse zu Erinnerungsorten – nationale, regionale und lokale Stätten der Erinnerung. So viel Erinnerung war nie und sie geht einher mit der Schaffung von zahlreichen Stätten der Erinnerung. Wir wollen in diesem Vortrag nach den Ursachen und den Formen dieses Erinnerungsbooms in Europa fragen und zugleich den Zusammenhang zwischen Erinnerungsdiskursen und der Schaffung von Erinnerungsstätten an Hand einiger ausgewählter Beispiele untersuchen. Dabei soll es besonders um traumatische Erinnerungen in Europa und ihre Be- und Verarbeitung gehen.

Stefan Berger (geb. 1964) ist seit 2011 Professor für Sozialgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum, wo er zugleich Direktor des Instituts für soziale Bewegungen und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets ist. Zuvor hatte er Professuren an den Universitäten von Manchester (2005–2011) und Glamorgan (2000–2005), sowie Lectureships an den Universitäten von Cardiff  (1991 –2000) und Plymouth (1990/91). 1987–1990 war er Rhodes Scholar an der University of Oxford, 2009/10 Senior Fellow am Institute of Advanced Studies, University of Freiburg und 2010/11 Professeur Invité an der Universität von Paris 2. Veröffentlichungen u.a.: The Past as History: National Histories and National Identities in Modern Europe, Basingstoke: Palgrave MacMillan 2014 (mit Christoph Conrad); Nation-Building in European Nineteenth Century Empires (hg. mit Alexei Miller), Budapest: Central European University Press, 2014); Writing the History of Memory, London: Bloomsburgy, 2013 (hrgs. mit Bill Niven).

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