Prof. Gerhard Hirschfeld: Erster Weltkrieg - Zweiter Weltkrieg: Kriegserlebnis und Kriegserfahrung in Deutschland - ein historiographischer Vergleich

Vortrag

Di. 24.06.2003 | 18:00 -
Mi. 25.06.2003 | 18:00 Uhr
Warschau

Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld (Stuttgart)

"Erster Weltkrieg - Zweiter Weltkrieg: Kriegserlebnis und Kriegserfahrung in Deutschland - ein historiographischer Vergleich"
Der Vortrag findet am 25. Juni um 18.00 Uhr im Deutschen Historischen Institut Warschau (Aleje Ujazdowskie 39, Eingang im Tor) und am 24. Juni in Wrocław (Willy-Brandt-Zentrum) statt und wird auf Deutsch gehalten (mit Simultanübersetzung).

Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld, geb. 1946, bis 1974 Studium der Geschichte, polit. Wissenschaften und Germanistik in Bochum und Köln, 1980 Promotion, 1978-1989 wiss. Mitarbeiter am DHI London, seit 1989 Direktor der Bibliothek für Zeitgeschichte Stuttgart, Honorarprofessor am Historischen Institut der Universität Stuttgart; Vorsitzender des Deutschen Komitees für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs (1990-2000) und Präsident des Comité International d’Histoire de la Deuxième Guerre Mondiale (seit 2000); 1996-1997 Fellow des Netherlands Institute for Advanced Study in the Humanities and Social Sciences, Wassenaar; Mitglied u.a. des Forschungsbeirats des Historial de la Grande Guerre, Péronne, sowie des Wissenschaftlichen Beirats des Nederlands Instituut voor Oorlogsdocumentatie, Amsterdam.

Forschungsschwerpunkte: Sozial- und Mentalitätsgeschichte des Ersten Weltkriegs, Vergleichende Besatzungsgeschichte des Zweiten Weltkriegs, Geschichte der Niederlande im 20. Jahrhundert, Wissenschaftsemigration nach 1933.

Wichtigste Publikationen:

  • Fremdherrschaft und Kollaboration. Die Niederlande unter deutscher Besatzung 1940-1945, Stuttgart (Deutsche Verlagsanstalt) 1984; überarbeitete englische Ausgabe: Nazi Rule and Dutch Collaboration. The Netherlands under German Occupation, 1940–1945, Oxford-New York-Hamburg 1988.
  • Hrsg. (mit Gerd Krumeich, Dieter Langewiesche, Hans-Peter Ullmann): Kriegs-erfahrungen: Studien zur Sozial- und Mentalitätsgeschichte des Ersten Weltkriegs, Essen (Klartext Verlag) 1997.
  • Nazi Germany and the European East, in: Germany and the East, hg. v. Eduard Mühle, Oxford (Berg Publishers) 2003, S. 67-90.
  • Hrsg. (mit Gerd Krumeich und Irina Renz in Verbindung mit Markus Pöhlmann): Enzyklopädie Erster Weltkrieg, Paderborn (Schöningh) - Zürich (Verlag NZZ) 2003.

„Erster Weltkrieg – Zweiter Weltkrieg: Kriegserlebnis und Kriegserfahrung in Deutschland – ein historiographischer Vergleich“

Der Vortrag beschreibt den Paradigmenwechsel in der historischen Forschung zu den Weltkriegen, wie er sich seit Mitte der 1980er Jahre - allerdings mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung für den Zweiten Weltkrieg - in der deutschen (wie auch internationalen) Geschichtsschreibung vollzogen hat. Er erörtert ferner die historiographischen Möglichkeiten (und Grenzen) einer Alltags- und Mentalitätsgeschichte der Kriege zum Verständnis der gesellschaftlichen Grundlagen von Gewalt und fragt nach sinnvollen Vergleichsebenen zu einer gemeinsamen analytischen Betrachtung der beiden Weltkriege. Der Vortrag versteht sich zugleich als ein Plädoyer für eine international vergleichende und interdisziplinär forschende Geschichtsschreibung der Kriege im 20. Jahrhundert.

22
Nov
Kolloquium
Maren Hachmeister (Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, München)
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