Zur Person

2000–2001 Anderer Dienst im Ausland im Staatlichen Museum Majdanek in Lublin; 2001–2007 Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Musikwissenschaft sowie Ost- und Südosteuropawissenschaften an der Universität Leipzig; studentische Hilfskraft am Geisteswissenschaftlichen Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas und am Institut für Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig; 2006–2008 Mitarbeiter am Polnischen Institut Leipzig; 2008–2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur Leipzig; 2010 und 2011 Kurzzeitstipendiat am Deutschen Historischen Institut Warschau; 2015 Promotion im Fach Geschichte zum Thema „Jeder Bürger Soldat. Militär, Juden und Zweite Polnische Republik zwischen Geschichte und Gegenwart“ an der Universität Leipzig; seit Oktober 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Warschau.


Forschungsschwerpunkte

Der Schwerpunkt der laufenden Forschungen ist im Forschungsbereich 4 (Gewalt und Fremdherrschaft im ‚Zeitalter der Extreme’) angesiedelt. Sie haben eine monographische Studie zum Thema „Das nördliche Masowien zwischen polnischer Staatlichkeit und deutscher Besatzungsherrschaft in der Mitte des 20. Jahrhunderts“ zum Gegenstand.

Weitere Arbeitsgebiete:

  • Geschichte Polens im 19. und 20. Jahrhundert
  • Jüdische Geschichte Ostmitteleuropas
  • Militärgeschichte

Veröffentlichungen

Herausgeberschaften

Nationalisierung und Pragmatismus. Staatliche Institutionen und Minderheiten in Polen 1918–1939, Themenheft der Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung 62 (2013) 2 (gemeinsam mit Stephan Stach)

Juden im Militär. Erfahrung und Erinnerung im 19. und 20. Jahrhundert. Schwerpunkt im Jahrbuch des Simon-Dubnow-Instituts 12 (2013), S. 95–515.

Aufsätze

„Nur physisch, geistig und vor allem moralisch bereite Bürger“. Diensttauglichkeit und Ethnizität im militärischen Diskurs der Zweiten Polnischen Republik, in: Matthias Barelkowski/Claudia Kraft/Isabel Röskau-Rydel (Hg.), Zwischen Geschlecht und Nation. Interdependenzen und Interaktionen in der multiethnischen Gesellschaft Polens im 19. und 20. Jahrhundert (Polono-Germanica 10), Osnabrück 2016, S. 197–220.

Phantomgrenzen und das Militär. Polen 1918–1921, in: Michael G. Müller, Kai Struve (Hg.), Fragmentierte Republik? Das politische Erbe der Teilungszeit in Polen 1918–1939 (Phantomgrenzen im östlichen Europa), Göttingen 2017, S. 39–67.

Aus der Geschichte lernen? Zweiter Weltkrieg, Widerstand und die Oppositionsbewegungen in der DDR und der Volksrepublik Polen, in: Peter Hallama/ Stephan Stach (Hg.),  Gegengeschichte : Zweiter Weltkrieg und Holocaust im ostmitteleuropäischen Dissens, Leipzig, 2015  (Schriftenreihe der Societas Jablonoviana  3), S. 57–78.

Frontline Soldiers into Farmers. Military Colonisation in Poland after the First and the Second World War, in: Hannes Siegrist/ Dietmar Müller (Hg.), Property in Eastern Europe. The Notion, Institutions, and Practices of Property to Land in the 20th Century, New York/ Oxford 2015, S. 144–162.

Einführung, in: Juden im Militär. Erfahrung und Erinnerung im 19. und 20. Jahrhundert. Schwerpunkt im Jahrbuch des Simon-Dubnow-Instituts 2013, S. 95–104.

Nationalisierung und Pragmatismus. Staatliche Institutionen und Minderheiten in Polen 1918–1939, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung 62 (2013) 2, S. 164–186 (gemeinsam mit Stephan Stach).

»Jeszcze nas straszą żywe upiory bez nosów...« Kilka uwag o miejscu kombatantów i inwalidów wojennych w społeczeństwie polskim 1918–1939 [»Noch schrecken uns die lebendigen Gespenster ohne Nasen...« Einige Anmerkungen zur Stellung der Kombattanten und Kriegsinvaliden in der polnischen Gesellschaft 1918–1939], in: Mateusz Rodak/Janusz Żarnowski (Hg.), Margines społeczny Drugiej Rzeczpospolitej [Soziale Randgruppen der Zweiten Republik], Warszawa 2013, S.  103–118.

Jabłonna als Erinnerungsikone: Juden in den polnischen Streitkräften 1918–1939, in: Jahrbuch des Simon-Dubnow-Instituts 9 (2010), S. 545–571.

»Bei uns werden die Menschen nicht nach ihren Verdiensten beurteilt.« Weltkrieg und Staatsgründung in der polnischen Gedächtniskultur 1918–1939, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung 59 (2010) 1, S. 34–64.

Territoriale Expansion und »völkische Flurbereinigung«. Überlegungen für einen »polnischen Grenzstreifen« im Ersten Weltkrieg, in: Karoline Gil/Christian Pletzing (Hg.), Granica. Die deutsch-polnische Grenze vom 19. bis zum 21. Jahrhundert, München, 2010 (Colloquia Baltica 19), S. 61–74.

Der Erste Weltkrieg zwischen Erinnerungskultur und Politik in Polen am Beispiel der Stadt Lublin (1918–1939), in: Nordost-Archiv XVII (2008), S. 195–229.
Nationale Meistererzählung ohne Nation? Die Geschichte der Lemken als Experimentierfeld nationaler Akteure, in: Nordost-Archiv XVI (2007), S. 332–347.

Der Feind im Lied. Der »Deutsche« in polnischen Liederbüchern 1944/45–1949, in: Thomas Klemm/ Christian Lotz/ Katja Naumann (Hg.), Der Feind im Kopf. Künstlerische Zugänge und wissenschaftliche Analysen zu Feindbildern, Leipzig 2005, S. 195–227.

Zwischen den Nationen. Zur Entwicklung des nationalen Selbstverständnisses der lemkischen Minderheit in Polen, in: Cassubia Slavica II (2004), S. 37–46.

Lexikoneinträge

Jabłonna, in: Dan Diner (Hg.), Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur. Im Auftrag der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig hg. von Dan Diner, Bd. 3, Stuttgart/Weimar 2012, S. 157–159.

Kantonisten, in: Dan Diner (Hg.), Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur. Im Auftrag der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig hg. von Dan Diner, Bd. 3, Stuttgart/Weimar 2012, S. 316–319.

Rezensionen

Rezension zu: Stefan Guth, Geschichte als Politik: Der deutsch-polnische Historikerdialog im 20. Jahrhundert, 2015, in: https://www.pol-int.org/de/publications/geschichte-als-politik-der-deutsch-polnische#r5618.

Rezension zu: Natali Stegmann (Hg.): Die Weltkriege als symbolische Bezugspunkte. Polen, die Tschechoslowakei und Deutsch¬land nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, Praha 2009, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung 61 (2012) 1, S. 112–114.

Rezension zu: Maria Janion, Bohater, spisek, śmierć. Wykłady żydowskie, Warszawa 2009, in: Bulletin des Simon-Dubnow-Instituts 2012, S. 25.

Rezension zu: François Guesnet, Der Fremde als Nachbar. Polnische Positionen zur jüdischen Präsenz. Texte seit 1800 (Denken und Wissen. Eine polnische Bibliothek), Frankfurt/M. 2009, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung 60  (2011) 2, S. 323.

Rezension zu: Barbara Engelking/ Hirsch Helga (Hg.), Unbequeme Wahrheiten. Polen und sein Verhältnis zu den Juden  (= Edition Suhrkamp 2561), Frankfurt/M. 2009, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung 59 (2010) 1, S. 271–274.

Rezension zu: Grabski August (Hg.), Żydzi a lewica. Zbiór studiów historycznych, Warszawa 2007, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung 58 (2009) 4, S. 583–585.


Akademische Ämter, Mitgliedschaften, Auszeichnungen



25
Okt
Kolloquium
Beata Halicka (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder))
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