Euroskeptizismus in den Visegrad-Staaten

Podiumsdiskussion

Do. 17.11.2022 | 16:00 Uhr
Dr. Beata Jurkowicz
Dr. Olga Gontarska
Warschau

Zum Thema Euroskepsis lädt das Deutsche Historische Institut Warschau zu einer Diskussionsreihe ein. Ziel der Gespräche ist es, die Sicht von Polen und anderen europäischen Ländern auf die europäische Integration zu diskutieren. Eingeladene Expertinnen und Experten, die verschiedene akademische Zentren, Thinktanks und Forschungseinrichtungen vertreten, werden die Merkmale des polnischen Euroskeptizismus, dessen historischen Quellen sowie mögliche Entwicklungsrichtungen diskutieren. Sie werden analysieren, wie sich der Euroskeptizismus in Polen von dem in anderen europäischen Ländern unterscheidet und welche Gemeinsamkeiten EU- Gegner in den verschiedenen Mitgliedstaaten haben.

Die Diskussionsrunden finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten internationalen Projekts „(De)constructing Europe - EU-Scepticism in European Integration History“ statt.

Erstes Thema ist der Euroskeptizismus in den Visegrad-Staaten, Partner ist das Europäische Zentrum der Warschauer Universität Warschau. Zu erwähnen ist, dass die Polinnen und Polen die europäische Integration mit überwältigender Mehrheit unterstützen und sich ihr Land außerhalb der Europäischen Union nicht vorstellen können. So eindeutig ist die Situation allerdings nicht, wenn es um Bürgerinnen und Bürger der anderen Visegrad-Länder geht. In der Debatte sollen daher die historischen Hintergründe des Euroskeptizismus in diesen Ländern diskutiert werden. Spielen die Jahrzehnte als Teil der Habsburgermonarchie und dann als Satellitenstaat der UdSSR eine Rolle bei der Wahrnehmung der Europäischen Union? Diese und viele andere Fragen werden von renommierten ExpertInnen beantwortet: Dr. Krzysztof Dębiec, Prof. Bogdan Góralczyk, Dr. Małgorzata Molęda-Zdziech.

Dr. Krzysztof Dębiec, Zentrum für Oststudien - Absolvent der Warschauer Wirtschaftshochschule und des Europakollegs, Experte für tschechische und slowakische Politik am Zentrum für Oststudien. Zuvor arbeitete er in der polnischen Botschaft in Prag und in der Ständigen Vertretung der Republik Polen in der EU in Brüssel.

Prof. Bogdan Góralczyk, Europäisches Zentrum der Universität Warschau - Politikwissenschaftler, Sinologe, Diplomat. Botschafter der Republik Polen in Thailand, den Philippinen und Myanmar. Langjähriger Mitarbeiter der polnischen Botschaft in Budapest. Direktor des UW-Europazentrums von 2016 bis 2020 und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Vierteljahresschrift „European Studies - Studies in European Affairs“.

Małgorzata Molęda-Zdziech, Ph.D., Warschauer Wirtschaftshochschule - Soziologin, Anthropologin, Leiterin der Abteilung für politische Studien an der Warschauer Wirtschaftshochschule, Bevollmächtigte des Rektors für die Zusammenarbeit mit der EU, ehemalige Direktorin des Büros für Wissenschaftsförderung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Brüssel, Team-Europe-Expertin.

Wir laden Sie herzlich zur Diskussion am 17. November ins Deutsche Historische Institut Warschau ein. Beginn ist um 16:00 Uhr im Konferenzraum, 3. Stock.

In den folgenden Debatten werden wir untersuchen, wie die Entwicklung des Euroskeptizismus von der EU-Erweiterung und der Vertiefung der europäischen Integration beeinflusst wird, ob der Euroskeptizismus ein Geschlecht hat und wie das internationale Umfeld der EU aussieht.

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